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Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

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Informationstechnik

Neue Aufgaben für starke Großrechner

Von Rudi Kulzer | 20. Februar 2015 | Ausgabe 08

Hohe Rechenleistung für die Datensicherheit und vielfältige Services in der mobilen Wirtschaft sind Aufgaben, auf die ein neuer Mainframe-Rechner von IBM zugeschnitten ist. Das System „z13“ ist nach Angaben des Herstellers die derzeit stärkste Maschine für diese Art der Transaktionsverarbeitung.

IBM hat in jüngster Zeit mit den Standardservern weitere Bereiche seines einst umfangreichen Hardwaregeschäftes aufgegeben und an den chinesischen Hersteller Lenovo verkauft. An einer Produktschiene hält IBM jedoch trotz aller Gerüchte aus Analystenkreisen fest – an seinen Mainframes, den Flaggschiffmodellen im oberen Leistungsbereich.

In diesem Umfeld hat IBM kürzlich die neue Generation z13 angekündigt. Für deren Entwicklung hat die Firma in den vergangenen fünf Jahren 1 Mrd. $ investiert.Die neue Mainframe-Generation ist ein Nachkomme der Großrechner, die IBM schon seit den 1950er-Jahren verkauft. Sie wurden konzipiert, um große Mengen von Transaktionen mit extrem hoher Zuverlässigkeit zu verwalten. Typische Anwender sind Banken, Börsen, Flugreservierungssysteme, Einzelhändler und andere Unternehmen, die Serviceunterbrechungen unbedingt vermeiden müssen.

In jüngster Zeit hat der zunehmende Einsatz mobiler Technologien in der Verbraucherwelt zu einer exponentiell ansteigenden Menge von mobilen Transaktionen geführt. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern wird die Menge an mobilen Transaktionen bis zum Jahr 2025 auf 40 Billionen täglich ansteigen. Jede dieser Transaktionen erzeugt in der Regel eine Kaskade an Ereignissen zwischen Computersystemen. Das sind beispielsweise Vergleiche zu vorherigen Käufen, umfangreiche Datenverschlüsselungen, Bank-zu-Bank-Abgleiche und Treuekundenangebote.

Diese „Starburst-Effekt“ genannte Kaskade bedeutet, dass jede einzelne Transaktion wiederum zwischen vier und 100 zusätzliche Systeminteraktionen auslösen kann. Die unangenehme Folge sind potenzielle Sicherheitslücken an jedem Interaktionspunkt. So betrachten 71 % der von IBM befragten CIOs und IT-Manager das Thema Sicherheit als die wichtigste Herausforderung bei mobilen Geschäftstätigkeiten. Denn angesichts dieser ständigen Bedrohung erheben Verbraucher den Anspruch, ihre Daten beim mobilen Einkauf ebenso geschützt zu sehen, wie es ihre Finanzdaten bei Banken sind.

Auf diese Herausforderung hat IBM mit dem neuen Mainframe-Modell reagiert. In Kombination mit hauseigener Software, den Mobilefirst-Lösungen, sind laut IBM die Prozessoren des z13-Modells doppelt so schnell wie die meisten gängigen Serverprozessoren. Dazu verfügt der Rechner über die entsprechenden Datenverarbeitungstechniken (Vektorverarbeitung) für umfangreiche Datenanalysen, um mobile Transaktionen zu beschleunigen und z. B. Betrugsversuche zu erkennen.

Der neue Mainframe bietet auch die Unterstützung der Big-Data-Datenbank Hadoop an, mit deren Hilfe große Mengen Daten analysiert werden können. Für weitere Analysemöglichkeiten wurde außerdem die Datenbanklösung DB2 BLU für Linux hinzugefügt, die eine Datenverarbeitung im Arbeitsspeicher (In-Memory) erlaubt.

Nach Angaben von IBM nutzen Kunden auf der ganzen Welt die Mainframe-Systeme für mobile Transaktionsverarbeitung im großen Stil. Das können aber auch junge Start-ups sein wie die Heliox GmbH. Das Unternehmen aus Köln entwickelt Services und Software, um seinen Kunden Infrastrukturen für den Onlinehandel bereitzustellen.

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