Passwort vergessen?  |  Anmelden
 |  Passwort vergessen?  |  Anmelden
Suche

Mittwoch, 20. Februar 2019

Bahn

Railenium testet Bahntechnik im Kanaltunnel

Von Markus Henrichs | 29. Mai 2015 | Ausgabe 22

Eurotunnel, die Gesellschaft, die den Ärmelkanal-Tunnel zwischen Frankreich und Großbritannien betreibt, hat ein Abkommen mit dem europäischen Forschungs- und Entwicklungs-Konsortium Railenium abgeschlossen. Es erlaubt den Entwicklern, von diesem Jahr an neue Bahntechnik im Tunnel zu testen.

12_BU1sp
Foto: Reuters/P.. Rossignol

Nicht nur eine wichtige Transportachse, sondern eine Teststrecke für neue Bahntechnik: Der Euro-Tunnel.

Die 50 km lange Tunnelstrecke ist die am meisten befahrene Schienenverbindung der Welt: Bis zu 400 schwere Züge durchfahren den Tunnel Tag für Tag mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 150 km/h.

Die hohe Folge schwerer Züge, die im auf der Strecke vorherrschenden Autozug-Shuttleverkehr 800 m lang sind und bis zu 24 000 t wiegen, ermöglicht nach Auskunft der Ingenieure Tests, die nur ein Fünftel des sonst üblichen Zeitaufwandes erfordern. Getestet werden u. a. Schienen, Weichen und andere Teile der Bahninfrastruktur bis hin zu automatisierten Reparaturverfahren für Infrastrukturelemente. Dabei können Schienen z. B. darauf geprüft werden, ob sie bei hoher Belastung länger auf Beton-Untergrund oder auf einem Schotter-Bett halten.

Den Testern kommt entgegen, dass der gesamte Tunnel bereits mit Mess- und Prüfgeräten aller Art ausgestattet ist, was auch die Zulassung neuer Produkte deutlich beschleunigt.