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Donnerstag, 21. September 2017, Ausgabe Nr. 38

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Datenspeicher

Reine Flash-Speicherlösungen werden auch für den Mittelstand attraktiv

Von Michael Matzer | 20. Februar 2015 | Ausgabe 08

Speicherkomponenten auf Basis von Flash-Chips sind im Vergleich mit herkömmlichen Festplatten deutlich schneller. Doch der Preis pro GByte Nutzdaten lag lange deutlich höher. Das soll sich jetzt mit einer neuen Generation rein Flash-basierter Speicherlösungen ändern.

All Flash Storage Matzer_BU
Foto: imago/Jochen Tack

Wachsende Datenfluten stellen die Hersteller von Speicherlösungen vor große Herausforderungen.

Big Data, Social Media, Mobilfunk und Cloud-Computing erzeugen eine stetig anwachsende Flut von Daten. Das stellt die Betreiber von Rechenzentren und Speicherlösungen vor immer neue Herausforderungen. Alleine Facebook inklusive Instagram und Whatsapp muss täglich mehrere Petabyte Nutzerdaten verarbeiten und auswerten. Nach einer Berechnung der Marktforscher von IDC beträgt das globale Datenaufkommen schon dieses Jahr 2800 Exabyte (Mrd. GByte), wird sich bis 2017 auf 8500 Exabyte verdreifachen und 2020 40 Zettabyte erreichen.

Datenauswerter in aller Welt treibt die Sorge um, wie sie diese Datenmengen auch nur annähernd beherrschen können. Der beste gefundene Ausweg ist bislang der massive und mit über 60 % jährlich (IDC) wachsende Einsatz von Flash-Speicher in den Rechenzentren.

„Flash für Industriezwecke liefert Zugriffszeiten von unter 1 ms“, berichtet IDC-Analyst Eric Burgener. Das gilt aber nur für Geräte, sogenannte Arrays, die rein aus Flash-Memory-Modulen bestehen und entsprechendes Feintuning aufweisen (All Flash Arrays oder AFAs). Bislang aber besteht der Flash-Array-Markt von weltweit rund 5 Mrd. $ laut IDC zu neun Zehnteln (4,4 Mrd. $) aus Geräten, in denen herkömmliche Festplatten mit Flash-Memory-Laufwerken kombiniert werden. „Diese Hybrid-Flash-Arrays (HFAs) liefern Zugriffszeiten knapp über 1 ms“, weiß Burgener. Wer Daten schneller als bisher verarbeiten will, greift also besser zu AFAs.

Da Flash-Speicher bislang teurer war als Festplattenspeicher, wurde er nur für ganz bestimmte Anwendungen genutzt, die sehr geringe Zugriffszeiten forderten, etwa im Finanzsektor oder im Mobilfunk. Entsprechend ausgefeilte Software wurde ebenfalls nur dort genutzt: z. B. sofortige Datenkompression und Deduplizierung (Vermeidung der Mehrfachspeicherung identischer Daten). Das spart massiv Speicherplatz.

Mittlerweile ist aufgrund hoher Nachfrage und entsprechend erhöhter Produktion der Preis pro Gigabyte Nutzdaten bei Flash auf nur noch 2 $ gefallen. Nun sollen auch andere geschäftskritische Anwendungen wie Transaktionsverarbeitung oder Business Intelligence von Flash profitieren. Damit werden AFAs jetzt auch für den Mittelstand interessant.

Kleine Nischenanbieter wie Solidfire, Nimbus Data oder Violin Memory arbeiten ebenso daran wie die Marktführer EMC – laut IDC 22 % Marktanteil nach AFA-Umsatz im Jahr 2014 –, Pure Storage (18,3 %) und IBM (16,7 %).

HP taucht in der IDC-Analyse vom November 2014 nur im HFA-Markt auf. Das hat sich mit der Ankündigung des 3PAR Storeserv 7450 geändert. Damit lassen bis zu 1,3 PByte Nutzdaten speichern – bei 260 Flash-Laufwerken (Solid-State-Drives, kurz SSDs) mit jeweils 1,92 TByte Kapazität. Jedes dieser Laufwerke schlägt mit 14 315 $ zu Buche.

Dennoch: „Indem HP die Betriebskosten von All-Flash-Arrays mithilfe von Neuerungen, die die Leistung, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit erhöhen, gedrückt hat, weist das Unternehmen mit Storeserv 7450 eine Lösung vor, die All-Flash-Arrays für eine breite Palette von Unternehmen und Dienstleistern attraktiv macht“, verspricht David Scott, General Manager für HPs Speicherprodukte.

Durch optimierte Deduplizierung und die optimierte Verteilung von Daten über mehrere Laufwerke lässt sich die Speicherkapazität für komprimierte Daten um 75 % steigern. Gefragte und aktuelle Daten stehen in einem HFA typischerweise an anderer Stelle als ältere, weniger gefragte Daten. Letztere landen durch dieses Tiering-Verfahren in einem HFA folglich auf den langsameren Festplatten – nicht aber in einem All-Flash-Array: Hier haben alle Daten die oberste Priorität, um maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Es gibt aber auch versteckte Kosten beim Betrieb von Speicherlösungen. Die leichte Verwaltbarkeit unterschiedlicher Speicher-Arrays ist ein viel geäußerter Wunsch der Verantwortlichen in Rechenzentren. „Traditionelle Rechenzentren haben manchmal Mühe, 500 TByte oder 1 PByte mit einem Administrator zu verwalten“, berichtet HP-Manager Scott. Das liege daran, dass manche Speicherhersteller für jedes ihrer Systeme eine jeweils eigene Architektur implementiert haben. Entsprechend hoch seien der Schulungs- und Verwaltungsaufwand. Scott: „Wir verfügen mit 3PAR über lediglich eine Architektur, die für alle Einsatzszenarien optimiert werden kann.“ Damit könne man viel einfachere Rechenzentrumsarchitekturen aufbauen und sie auch entsprechend kostengünstig betreiben.

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