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Samstag, 20. Januar 2018

Wearables

Samsung und LG bringen das Handy ans Handgelenk

Von Regine Bönsch | 5. September 2014 | Ausgabe 36

Das Telefon kommt ans Handgelenk. Dafür sprechen die jüngsten Produktvorstellungen rund um den Berliner Funkturm.

So hat der Unterhaltungselektronikriese Samsung gestern ein Handyarmband vorgestellt, das über UMTS-Mobilfunknetze kommunizieren kann. Damit kommen die Südkoreaner dem Rivalen Apple zuvor, der Berichten zufolge am 9.September neben neuen Smartphones auch seine erste intelligente Armbanduhr vorstellen wird.

Im Gegensatz zu den früheren Modellen, die vor genau einem Jahr auf der IFA Premiere feierten, soll das neue Samsung-Gerät in der Lage sein, Anrufe entgegenzunehmen, ohne mit einem anderen Telefon verbunden zu sein.

Bei der neuen Smartwatch setzt Samsung nicht mehr auf Googles Android-Betriebssystem, sondern auf ein eigenes namens Tizen. In jüngster Vergangenheit hatte das Unternehmen ein paar Probleme, diese Plattform auf andere Geräte auszuweiten. Im Juli musste man Pläne für ein mit Tizen betriebenes Smartphone für den russischen Markt zunächst begraben. Als Grund teilte man damals mit, dass das Ökosystem zunächst noch ausgebaut werden müsse.

Die Uhr soll den Namen „Gear S“ tragen und über die standardmäßigen Gesundheitsfeatures verfügen – darunter ein Pulsmesser und ein Schrittzähler. Samsung erklärte, man habe gemeinsam mit Nike an zusätzlicher Fitnesssoftware gearbeitet. Die GearS verfügt über ein 2Zoll großes, gebogenes OLED-Display, sie soll weltweit im Oktober auf den Markt kommen. Einen Preis wollte Samsung nicht nennen.

Und Samsung ist sich mit dem großen Konkurrenten aus dem eigenen Lande, mit LG, einig: Wearables haben Zukunft. Doch die Produktkategorie der Wearables lasse sich nicht mit Smartphones und Tablets vergleichen, erklärte Jong-Seok Park, President und CEO von LG Electronics Mobile Communications im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA). „Wearables fungieren auch als Accessoires und Konsumenten wollen eine Auswahl an Möglichkeiten.“

Grund genug für LG seine neue G Watch R auf der IFA vorzustellen. Das Display des Android Wearables erinnert an klassisches Uhrendesign mit einem runden Ziffernblatt, das Gehäuse ist aus geschwärztem Edelstahl. Mit einer Berührung des Displays kann der Nutzer das Ziffernblatt auf dem 1,3-Zoll großen Bildschirm auswählen. Die Uhr wird mit Googles Android-Wear-Betriebssystem laufen, wie auch schon die vorherigen Modelle.

Noch während sich die Koreaner und sicher auch andere mit ihren Wearables in Berlin präsentieren, dürfte auch Apple eine eigene Smartwatch vorstellen, berichtet die Technologieseite recode.net. Am 9.September soll die Uhr, über die in der Vergangenheit viel spekuliert worden war, gemeinsam mit neuen iPhone-Modellen das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Ob die Apple-Uhr dann tatsächlich iWatch heißt und wie sie bestückt ist, steht noch in den Sternen. Doch sie dürfte kommen. Schließlich hatte Firmenchef Tim Cook versprochen, dass sein Unternehmen noch in diesem Jahr in neue Produktkategorien vorstoßen werde.djg/RB

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