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Samstag, 17. Februar 2018

Messe SPS/IPC/Drives

Sinnesorgane der Fabrik

Von Oliver Klempert | 22. November 2013 | Ausgabe 47

In einer immer komplexeren Produktionswelt mit vernetzten Maschinen, Komponenten und Werkstücken, kommt der Sensorik eine entscheidende Aufgabe zu: Sie muss die Daten sammeln, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden.

Roboterhand
Foto: Schunk

Fingerspitzengefühl: Dank taktiler Sensoren bewältigen Roboter in unvorhersehbaren Situationen Greifaufgaben.

"Wir sind zuversichtlich, dass unsere Branche weiter wachsen wird." Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA- Verbands für Sensorik und Messtechnik, ist anlässlich der guten Quartalsergebnisse seiner Branche aus dem ersten Halbjahr 2013 optimistisch. Eine aktuelle Mitgliederbefragung zur wirtschaftlichen Entwicklung hatte ergeben, dass nach einem Umsatzzuwachs von 5 % im ersten Quartal 2013 im zweiten Quartal ein weiterer Anstieg um gut 4 %, verglichen mit dem Ergebnis des Vorquartals, verzeichnet werden konnte. "Damit hatten unsere Mitglieder ihre Erwartungen noch einmal übertroffen", erklärt Simmons.

Das wirtschaftliche Hochgefühl der Branche liege nicht zuletzt auch an einer stetigen Zunahme der Auftragseingänge von 2,5 % gegenüber dem Vorquartal. Daraus ergibt sich wiederum ein steigender Bedarf an Fachpersonal. So würden die vornehmlich mittelständisch geprägten Branchenunternehmen planen, in absehbarer Zeit zwölf neue Ingenieurinnen und Ingenieure auf 1000 Arbeitsplätze einzustellen.

Zur Erklärung des positiven Trends heißt es im Vorfeld der Messe SPS/IPC/Drives, die am 26. November in Nürnberg beginnt, beim AMA-Fachverband: "Betrachten wir die globalen Megatrends wie Umwelt, alternde Gesellschaft und Wissensgesellschaft, so sehen wir, dass erst der Einsatz von Sensorik und Messtechnik intelligente Lösungen ermöglicht."

Die Zuversicht der Branche gründet sich auf ihre Bedeutung für zukünftige Technologielösungen. Denn in immer stärker vernetzten Produktionsumfeldern kommt der Sensorik die Funktion der Datensammlerin zu, auf deren Arbeit intelligente Steuerungen erst aufbauen. Das unterstreicht ein Blick auf die großen Messethemen. In Nürnberg wird es in diesem Jahr vorrangig um Industrie 4.0, das Internet der Dinge und das große Thema Vernetzung gehen – mit den Schwerpunkten Automation und Cloud, Antriebsregelung, Funktionale Sicherheit und Energieeffizienz.

Eine, für manche die entscheidende Rolle spielt dabei das Internet. Der Mannheimer Sensorik-Spezialist Pepperl + Fuchs etwa will auf der SPS/IPC/Drives zeigen, wie sich mithilfe von Internettechnologien flexible, vollautomatische Produktionsabläufe autonom steuern lassen. Ziel sei es, individuelle Produkte bei kurzen Durchlaufzeiten und zu den Kosten einer Massenfertigung herzustellen, heißt es bei Pepperl + Fuchs.

Technische Kommunikation, Smart Factory und Internet der Dinge stehen auch im Zentrum des Messeauftritts der Firma m2m-soft aus Friedberg. Das Unternehmen stellt eine flexible Softwareplattform vor, die Daten von entfernten Sensoren und Aktoren in einem Web-Portal bündelt und diese visualisiert. "Mit unserer Software ist eine einfache Realisierung von Maschine-zu-Maschine-Anwendungen möglich", sagt Gerhard Fischbacher, Marketing & Vertrieb bei m2m-soft. So können etwa mithilfe von Kommunikationsgeräten wie Industrieroutern Sensordaten direkt ausgelesen werden. "Mit dieser Lösung können unsere Kunden verteilte Anlagen zentral konfigurieren, verwalten und überwachen", so Fischbacher. Das System biete somit alle Voraussetzungen für das Industrie-4.0-Zeitalter. OLIVER KLEMPERT

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