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Samstag, 20. Januar 2018

RFID

Verbraucher würden für RFID-Schutz gegen Diebstahl bezahlen

Von Konrad Buck | 16. Juli 2010 | Ausgabe 28

Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge zeigen Deutschlands Konsumenten Markenbewusstsein. Sie würden für hochwertige Waren mehr Geld auszugeben, wenn diese mit Funkchips gegen Produktpiraterie und Diebstahl gesichert sind.

Bis zu 5% des Kaufwertes sind Käufer bereit, zusätzlich zu zahlen, wenn ein Produkt mit einem RFID-Chip (Radio Frequency Identification) ausgestattet ist. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie "Endkundennutzen der RFID-Technologie" der ConMoto Consulting Group GmbH aus München.

Besonders ausgeprägt ist die Zahlungsbereitschaft für hochwertige Waren wie Laptops und Uhren. 67 % der Befragten befürworten für solche Wertgegenstände eine Markierung mit RFID-Chips. "Die Konsumenten wollen vor allem solche Wertgegenstände, die sie bei sich tragen, mit der RFID-Technologie gegen Verlust und Diebstahl sichern", sagt Studienleiter Marc Heinisch. So stünden neben Notebooks und Chronographen auch Handys, Fotoapparate, Handtaschen und Koffer ganz oben auf der Wunschliste. Bei Markenkleidung sei der Einsatz von RFID dagegen weniger gefragt.

Funketiketten weisen die Herkunft eines Produktes zweifelsfrei aus und schützen so gegen Fälschungen und Diebstahl. Schon beim Kauf, aber auch bei einer Wartung oder Reparatur offenbart der eingebaute Chip die Herkunft der Ware und identifiziert den tatsächlichen Besitzer. Doch damit das funktioniert, müssen Hersteller, Händler und Werkstätten in entsprechende Lesegeräte plus PC-Software investieren. Genau hierfür wäre die Grundlage mit der Überzahlungsbereitschaft der Kunden gegeben.

Der Mehrwert läge bei einer Uhr zu 5000 € bei 250 €, bei einem Laptop zu 1000 € wären es 50 €. Mit dieser zusätzlichen Spanne könnten Handel und Industrie die Infrastrukturkosten für die Einführung der RFID-Technologie zumindest teilweise gegenfinanzieren. "Unsere Studie zeigt erstmals, dass die RFID-Technologie von den Endverbrauchern bereitwillig mitfinanziert wird", resümiert Heinisch.   KONRAD BUCK

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