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Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

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Maschinenbau

Werkzeugmaschinenbranche erwartet 3 % Wachstum

Von Martin Ciupek | 20. Februar 2015 | Ausgabe 08

Nach einem Rückgang von 1 % im vergangenen Jahr erwartet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie für 2015 wieder ein Produktionsplus von 3 % .

„Der niedrige Ölpreis und die Abwertung des Euro beleben die Investitionen und stärken damit auch die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen“, sagte Martin Kapp, Präsident des Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) vorige Woche in Frankfurt. Eine Besserung der Weltkonjunktur belebe zudem die Abnehmerbranchen Automobilindustrie und Maschinenbau in Deutschland – beide zusammen nehmen gut 70 % der Werkzeugmaschinenproduktion ab. Für 2015 rechnet der VDW daher mit einem Produktionsplus von 3 %.

Auch international glaubt der VDW an eine moderate weltweite Nachfragebelebung auf breiterer Basis. Zugpferd wird die USA sein. Durch Re-Industrialisierungsprozesse in den USA ist eine Marktausweitung über die klassischen Treiber Automobilindustrie und Flugzeugbau hinaus absehbar, erklärte Kapp. „Ergebnis sind jeweils hohe zweistellige Zuwachsraten bei den Werkzeugmaschinenbestellungen in Deutschland.“

Russland beeinträchtigt Nachfrage aus Europa

Die europäische Nachfrage war im vergangenen Jahr durch Russland stark beeinträchtigt. Gleichwohl zogen die Bestellungen aus etlichen osteuropäischen Ländern bereits an. „2015 erwarten wir eine moderate Erholung der europäischen Nachfrage“, so Kapp. Das gelte auch für Asien, wo sich der Werkzeugmaschinenverbrauch in China und Korea im vergangenen Jahr stabilisiert habe. Entsprechend seien die Bestellungen bei den deutschen Herstellern zuletzt wieder angezogen. 

„Wir sehen mit verhaltenem Optimismus auf das laufende Jahr, denn die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist in guter Verfassung“, resümiert Kapp. Die Branche verkenne jedoch nicht, dass nach wie vor zahlreiche Risiken durch die vielen Krisen rund um die Welt bestehen und vermisse klarere Wachstumssignale.

Im vergangenen Jahr musste die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erstmals nach drei Jahren wieder einen Rückgang hinnehmen. Dennoch erzielte die Branche mit einem Minus von 1 % und einer Produktion von 14,4 Mrd. € den zweithöchsten Produktionswert ihrer Geschichte. 

Zudem habe Deutschland im Wettlauf mit Japan seinen Spitzenplatz im Export mit einem Anteil von 21,2 % an den Weltausfuhren behaupten können. Deutsche Hersteller gehören laut VDW zu den Top 3 der weltweit größten Produzenten. Hinter China und Japan belegen sie mit einem Anteil von 17,7 % Platz 3.

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