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Mittwoch, 24. Januar 2018

IAA 2013

"Wir haben aus Feldversuchen viel gelernt"

Von Martin Ciupek/Ingo Reuss | 20. September 2013 | Ausgabe 38

Mit dem i3 beginnt für BMW ein neues Zeitalter der Mobilität. Technisch haben die Münchener ein anspruchsvolles Produkt entwickelt. Was nun notwendig ist, damit die Fahrzeuge zum Markterfolg werden, verdeutlicht BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson.

"Wir haben aus Feldversuchen viel gelernt"

BMW-Vorstand Ian Robertson glaubt daran, dass der BMW i3 ein weiteres Erfolgsmodell des bayrischen Automobilherstellers werden wird. Foto: BMW

VDI nachrichten: Ist der i3 Teil der Premiumstrategie des BMW-Konzerns?

Robertson: Ja, absolut. Die BMW Group verfolgt mit BMW, Mini und Rolls-Royce eine Premium-Mehrmarkenstrategie. Das gilt auch für die Submarken BMW i und BMW M.

Modelle wie den E-Up sehen Sie also nicht als Wettbewerber?

Der BMW i3 ist weltweit das erste Premium-Elektrofahrzeug, das von Grund auf für diesen Antrieb konzipiert wurde. Wir setzen hier in puncto Technik, Leichtbau und Design neue Maßstäbe. Beim i3 verbinden wir aber auch BMW-typische Dynamik mit einem nachhaltigen Produktionsansatz. Das macht so kein anderer.

Mit dem Mini ist es Ihrem Unternehmen gelungen, diese Strategie auch im Kleinwagensegment erfolgreich umzusetzen. Verfolgen Sie den gleichen Ansatz beim i3?

Beide Marken und Konzepte sind nicht vergleichbar. Wir haben unter der Marke Mini inzwischen acht verschiedene Modelle. Beim i3 wird es zwei Varianten geben, einmal die rein elektrische und dann optional noch eine mit Range Extender.

Welche Variante werden Ihrer Meinung nach die Kunden bevorzugen?

Ich gehe davon aus, dass anfangs über 50 % einen Range Extender haben wollen.

Welche Dienste werden Sie über den üblichen Service hinaus anbieten?

Wir haben in großen Feldversuchen Fahrer unserer Mini-E und BMW-Active-E befragt, was ihnen wichtig ist und daraus viel über die Nutzung von Elektroautos gelernt. Entsprechend bieten wir für BMW i einen 360-Grad-Serviceansatz an.
Das reicht unter anderem von Ladestationen für zu Hause, über Mietangebote für größere Modelle wie den 5er Touring für den Urlaub, bis hin zur Unterstützung beim Laden unterwegs. Hier haben wir mit ChargeNow ein Kartensystem eingerichtet, das die Bezahlung an einer Vielzahl von öffentlichen Ladestationen vereinfacht – auch länderübergreifend.

Wie wichtig ist Ihnen das Design, um die Besonderheiten Ihrer beiden Elektrofahrzeug-Modelle i3 und i8 hervorzuheben?

Das ist sehr wichtig. Ein Premiumfahrzeug muss zudem beim Thema Innovationen neue Maßstäbe setzen. Wir haben eine Kohlefaserverbund-Struktur mit einem einzigartigen Design kombiniert. Der i3 ist zwar als Fahrzeug anders als der i8 und die Designmerkmale werden unterschiedlich eingesetzt. Dahinter steckt jedoch der gleiche Ansatz nachhaltiger Mobilität.

Sportlichkeit und Energieeffizienz passen aber nicht unbedingt zusammen. Wie gehen Sie damit um? Die Reifen beim i3 erscheinen ja wenig sportlich.

Der BMW i3 ist ein echter BMW. Mit seinem niedrigen Schwerpunkt fährt sich der i3 BMW typisch sportlich und effizient. Wir haben durch Leichtbau mit Aluminium und CFK das hohe Gewicht der Batterie kompensiert.

Sind sportliche Fahrer nach Ihrer
Einschätzung von Elektromobilen überhaupt zu begeistern?

Ganz klar, ja. Elektroantriebe sind sehr agil. Sie haben das volle Drehmoment von Anfang an. Unser i8 verbindet beispielsweise die Fahrleistungen eines Supersportwagens mit dem Verbrauch eines Kleinwagens.

Was gefällt Ihnen persönlich besonders, wenn Sie in einem Ihrer BMWi-Modelle unterwegs sind?

Wenn Sie etwa den Fuß vom Gaspedal nehmen, verzögert das Fahrzeug sofort über die Rekuperation des E-Motors. Bremsen ist hier kaum noch nötig. Das geht ganz schnell in Fleisch und Blut über – und macht auch noch Spaß.   MARTIN CIUPEK/INGO REUSS

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