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Montag, 21. Januar 2019

Automation

Zusammenarbeit gewünscht – Roboter hilft

Von Martin Ciupek | 12. Februar 2016 | Ausgabe 06

Kann die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter so gestaltet werden, dass die Aufgaben für Mitarbeiter in der Produktion attraktiv bleiben? Im Projekt „Aquias“ soll das nun erforscht werden. Das Projekt wurde vorige Woche am Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation IAO in Stuttgart gestartet.

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Foto: Robert Bosch GmbH

Integrationshilfe: Das Assistenzsystem soll Schwerbehinderte bei Produktionsaufgaben einbeziehen und unterstützen.

 Untersucht werden zwei Szenarien: einerseits die Unterstützung und Integration Schwerbehinderter in der Produktion und andererseits die Zusammenarbeit mit Personen, die keine Leistungseinschränkungen haben.

Als sichere Produktionslösung für die Mensch-Roboter-Kollaboration kommt das Assistenzsystem Apas der Robert Bosch GmbH aus Stuttgart zum Einsatz. Der Roboter verfügt über eine Haut aus kapazitiven Sensoren. Er kann Menschen in seinem Umfeld berührungslos detektieren und vor einer möglichen Kollision stoppen. Darüber hinaus verfügt das Gerät über eine Funktion zum automatischen Wiederanlauf, damit er Arbeitsprozesse bei freiem Bewegungsraum selbstständig wieder fortführen kann. Zudem besitzt das Assistenzsystem einen drucksensitiven Dreifingergreifer sowie eine Kamera zur Überwachung des Greifbereiches.

Mit der Sachsenheimer ISAK GmbH, eine gemeinnützige Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Körperbehinderte, sollen nun individuelle Benutzerschnittstellen erarbeitet werden. Forscher erwarten dadurch einen Zugewinn an Flexibilität in der Produktion. Für den ISAK-Geschäftsführer Thomas Wenzler ist es wichtig, dass Produkte umfassender bearbeitet werden können. Das sei eine Chance, die Wirtschaftlichkeit zu steigern und dadurch die Arbeitsplätze der schwerbehinderten Mitarbeiter zu sichern. ciu