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Samstag, 23. Februar 2019

Nutzfahrzeuge

Auf der A3 in Bayern lohnt sich autonome Technik

Von Regine Bönsch | 27. September 2018 | Ausgabe 39

Verkehrsforscher von Inrix zeigen, auf welchen Autobahnen sich der Einsatz selbstfahrender Lkw lohnt.

Automatisierung von Lkw liegt im Trend, doch wo lassen sich die hochautomatisierten Brummis anfangs am besten einsetzen? Inrix, einer der führenden Anbieter von echtzeitbasierten Verkehrsanalysen, hat sich jetzt die deutschen Autobahnen etwas genauer angeschaut.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die A3 zwischen Passau und Würzburg und die A5 zwischen Mannheim und Basel seien die am besten geeigneten Straßenabschnitte für erste Tests selbstfahrender Lkw.

Inrix hat für seine Big-Data-Analyse Millionen von Daten vernetzter Lkw und Pkw zurate gezogen. Um die lohnenswertesten Strecken herauszufiltern, wurden drei Faktoren berücksichtigt: das Frachtvolumen, das Stauaufkommen und die Störungshäufigkeit. Dabei gingen Verkehrsexperten davon aus, dass sich hochautomatisiertes Fahren vor allem bei längeren Fahrten mit möglichst wenig Störungen wirtschaftlich rechne.

Doch das Unternehmen hat neben den wirtschaftlichsten Strecken die zehn sicherheitsrelevanten, also die mit hohen Störraten wie plötzlichem Bremsen, berücksichtigt. Erstaunlich: Auch hier wurde die A3 von Österreich nach Passau und weiter Richtung Würzburg mit dem ersten Platz gekürt. Was kaum jemand weiß: Auf der A3 kommt es etwa 50 % häufiger zu Zwischenfällen im Verkehr als auf der M25, dem Ring rund um London.

Deutschland, darin sind sich die Forscher von Inrix einig, habe hervorragende Startbedingungen für den autonomen Lkw-Verkehr. Schon begrenzte Investitionen in die Automatisierung könnten bei strategischer Anwendung enorme Vorteile bringen. Zusätzlich werde die hohe Konzentration von Herstellern schwerer Nutzfahrzeuge den Einsatz neuer Technologien in Deutschland vorantreiben.