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Samstag, 17. Februar 2018

Parkettnotizen

Blitzstart für die Börse

Von Stefan Wolff | 11. Januar 2018 | Ausgabe 01

Das Börsenklima ist hervorragend. Der Dax stieg gleich an den ersten Handelstagen wieder über die Marke von 13 000 Punkten.

Foto: privat

Stefan Wolff arbeitet als Finanzjournalist u. a. für das ARD-Börsenstudio.

Eine brummende Weltwirtschaft lässt das Vertrauen in weitere Kursgewinne wachsen.

Das sind auch ideale Bedingungen für Börsenneulinge. Gleich mehrere „Dickschiffe“ sind in diesem Jahr am Start. Die Deutsche Bank wird ihre Vermögensverwaltung unter dem eingeführten und allseits bekannten Namen der Fondsgesellschaft DWS aufs Parkett führen. Siemens wird sich von der Medizintechniksparte lösen und diese unter dem etwas sperrigen Namen „Healthineers“ an die Anleger verkaufen. Auch Thyssen-Krupp steht in den Startlöchern. Die mit dem indischen Stahlkonzern Tata vermählte Stahlsparte wird eigenständig.

Dass Ausgliederungen kein Nachteil sein müssen, hat gerade Siemens in der Vergangenheit bewiesen. Der Chipkonzern Infineon hat sich nach langer Durststrecke zur Erfolgsgeschichte gemausert. Auch beim Leuchtmittelhersteller Osram stehen die Zeichen auf Anstieg. Weitere Ausgliederungen waren der Bauteilehersteller Epcos sowie VDO. Beim Autozulieferer ist Siemens allerdings den Weg des direkten Verkaufs an die Konkurrenz gegangen.

Natürlich werden die Unternehmen mit ihren illustren Namen auch um Privatanleger buhlen. Generell gilt, dass der Börsengang meist nicht der günstigste Einstiegszeitpunkt für sie ist. Das gilt in der aktuellen Situation umso mehr. Rekordhohe Börsen wecken Begehrlichkeiten bei den Verkäufern und steigern die Bereitschaft der Käufer, mehr Geld für Wertpapiere auszugeben.

Die großen Konzerne verlassen sich derweil nicht nur auf diese für sie gute Konstellation. Siemens beispielsweise lotet die Bereitschaft großer Staatsfonds aus, bei Healthineers einzusteigen. Das ist auch für Kleinanleger eine gute Nachricht. Ein zuverlässiger Ankeraktionär ist meist an einem jahrzehntelangen Engagement interessiert. Das bringt viel Ruhe – auch in turbulenten Zeiten. 

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