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Samstag, 23. Februar 2019

Engineering

Faszination und Skepsis

Von Martin Ciupek | 6. September 2018 | Ausgabe 36

In wenigen Jahren sind Technologien zur virtuellen und erweiterten Realität laut einer Studie Standard in Industrieunternehmen – jedenfalls abseits von Deutschland.

S17 Aufmacher (2)
Foto: Microsoft

Arbeitshilfe: Luftfahrtspezialist BAE Systems nutzt Augmented Reality zum Training der Mitarbeiter. Daten dazu generiert eine Software von PTC aus dem CAD-Modell.

Virtuelle Modelle und Informationen werden zunehmend für Produktion und Instandhaltung interessant. Laut dem gestern von der IT-Beratung Capgemini veröffentlichten Report „Augmented and Virtual Reality in Operations“ könnten entsprechende Technologien in drei bis fünf Jahren bereits in jedem zweiten Unternehmen zum Standard gehören.

Nach Erkenntnis der Marktbeobachter wird Augmented Reality, bei der Informationen ins Sichtfeld des Nutzers eingespielt werden, länderübergreifend genutzt, um Referenzmaterial in Form von Datenblättern, Ersatzteillisten oder Montagehinweisen aufzurufen. Virtual Reality (VR), bei der Anwender per Datenbrille komplett in die digitale Welt eintauchen, nutzten Unternehmen dagegen vor allem zur Schulung von Mitarbeitern. Insbesondere Gefahrensituationen können damit in sicherer Umgebung trainiert werden.

Die Befragung von etwa 700 Führungskräften aus der Automobil-, Fertigungs- und Versorgungsbranche, in Deutschland, Frankreich, den USA, China, Großbritannien und Skandinavien macht aber auch Unterschiede deutlich. Beispielsweise zeigt man sich in Deutschland deutlich skeptischer gegenüber dem Einsatz der beiden Technologien als in anderen Ländern. Dagegen schreite die Nutzung in China, den USA sowie Frankreich deutlich schneller voran. Die Erfolge können sich sehen lassen: Indem Bewegungsabläufe der Mitarbeiter erfasst und mithilfe virtueller Körpermodellen optimiert wurden, konnten laut Capgemini bei Ford Verletzungen in der Montage um 70 % und ergonomische Probleme um 90 % reduziert werden,