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Donnerstag, 21. März 2019

Vermögenscheck

Guter Rat ist – gratis

Von Christoph Böckmann | 21. Februar 2019 | Ausgabe 08

Leser der VDI nachrichten können sich in den nächsten sieben Wochen kostenlos Tipps vom unabhängigen Vermögensberater holen.

BU Geldanlage
Foto: panthermedia.net/rrraum

Vermögens-Check: Lassen Sie Ihre Wertanlagen und Aktiendepots kostenlos von einem Experten unter die Lupe nehmen.

Sparer haben es schwer. Zehn Jahre dauert nun schon die Niedrigzinsphase. Des deutschen Anlegers liebstes Kind, das Sparbuch, ist ein Geldvernichtungsinstrument, liegen seine Zinsen doch deutlich unter der Inflation. Die Teuerungsrate rangiert seit zwei Jahren wieder knapp unterhalb der 2 %.

Anmeldung zum Vermögens-Check

Für gewiefte Anleger war das bis vor Kurzem kein Problem. Sie setzten auf Aktien. Der deutsche Leitindex Dax legte seit der Finanzkrise 2008, in der er sich auf 4000 Punkte halbierte, eine beeindruckende Wiederaufstiegstour hin. Am 23. Januar letzten Jahres stand der Index dann bei 13559 Punkten. Seitdem ging es aber bergab. Strafzölle, die erwartete Rezession, der bevorstehende Brexit: Die Datenlage holte den Gipfelstürmer wieder ins Basiscamp zurück. 11 300 Punkte, mehr ist gegenwärtig nicht drin (Stand 19. 2. 19).

Was heißt das nun für Anleger? Wo bekommen sie noch Rendite, welche Anlagemöglichkeiten passen zu ihrer Lebensplanung und ist vielleicht auch ein Eigenheim drin? Fragen über Fragen. Meist ist guter Rat teuer. Doch diesmal ist er gratis. Leser der VDI nachrichten können sich nun kostenlos von einem unabhängigen Vermögensverwalter ihre Anlagemöglichkeiten aufzeigen lassen (s. Kasten). Hier schon mal ein paar grundlegende Tipps der Experten:

Aktien: Die letzten Monate waren für Börsianer schlecht. Aber wie geht es weiter? „Auch wenn der Pessimismus groß ist, hat der Dax ein weiteres Potenzial von ca. 10 % und könnte am Jahresende über 12 000 Punkten stehen“, meint Frank Wieser, Geschäftsführer der PMP Vermögensmanagement aus Düsseldorf.

Generell gilt: „Als Anleger sollte man sich vor der Investition darüber bewusst sein, welchen Anlagehorizont man hat, welches Risikoprofil zu einem passt und welche Verluste man bereit ist, einzugehen. Anhand dessen sollte das Portfolio strukturiert sein“, erklärt Constantin Bolz, Vermögensverwalter der Portfolio Concept Vermögensmanagement GmbH aus Köln.

Zinsen: Auch diese können Aktien bieten. „Die durchschnittliche Dividendenrendite der Dax-Unternehmen liegt aktuell mit 3,25 % beim 27-fachen der Verzinsung einer 10-jährigen Bundesanleihe und deutlich oberhalb der Inflationsrate“, betont Rainer Laborenz, Geschäftsführer der Azemos Vermögensmanagement GmbH aus Offenburg. Dabei werde meist nur ein geringerer Teil des Unternehmensgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet. Der restliche Gewinn bleibe im Unternehmen, stärke die Substanz und sei ein Grund, warum Aktien langfristig immer weiter stiegen. Laborenz‘ Rat ist deswegen: „Wer Kursschwankung nicht als Risiko missversteht und einen ausreichend langen Anlagehorizont mitbringt, sollte unbedingt nach dem Prinzip des wertorientierten Investierens in Aktien investieren.“

Eine Grundregel der Geldanlage ist es, breit zu streuen und so das Risiko zu mindern. Also sollten Zinsen nicht nur mit Aktien erzielt werden. Uwe Eilers, Geschäftsführer der FV Frankfurter Vermögen GmbH aus Königstein, hat deswegen einen weiteren Vorschlag: „Eine Mischung zwischen in Euro notierende Unternehmensanleihen, Emerging-Markets-Anleihen sowie US-Anleihen in US-Dollar können dem Depot auf der einen Seite die Schwankungsbreite reduzieren, aber gleichzeitig einen Renditebeitrag liefern.“

Immobilien: Was ist eigentlich mit Betongold? Schreien die niedrigen Zinsen nicht gerade nach den eigenen vier Wänden? „Wenn es um die Selbstnutzung geht, ist die eigene Immobilie sicher eine Form der Stabilität, um sich vor künftigen Mieterhöhungen zu schützen“, sagt Andreas Görler, Senior Wealth Manager bei Pruschke & Kalm in Berlin. Trotz der niedrigen Zinsen sollten mindestens 30 % bis 40 % Eigenkapital zu Verfügung stehen. Es hänge allerdings sehr stark von der persönlichen und finanziellen Situation und auch von der Lebensphase ab, ob ein Immobilienkauf sinnvoll sei, so Görler. Eilers formuliert es anders: „Ein Eigenheim ist ein Luxus, den man sich gönnen kann.“ Aus Renditeerwägungen mache das Einfamilienhaus aber selten Sinn.

Fazit: Wissen Sie nun, was genau zu tun ist? Nein? Dann melden Sie sich doch am besten bei unserem Vermögenscheck an und sprechen persönlich mit einem der Vermögensverwalter.