Passwort vergessen?  |  Anmelden
 |  Passwort vergessen?  |  Anmelden

Montag, 22. Januar 2018

Netzwerke

Mehr Spielraum für Zusammenarbeit

Von Simone Fasse | 23. November 2017 | Ausgabe 47

Ob Microsoft, Osram oder BMW – in einem Punkt herrschte bei den Unternehmensvertretern, die in der vergangenen Woche zur Eröffnung des Nokia Digital Creativity Lab in München gekommen waren, Einigkeit: Niemand schafft es alleine, in der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle an den Start zu bringen und im Markt zu skalieren.

Auch Nokia hat das erkannt: „Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der Unternehmen gemeinsam kreativ arbeiten können“, so Igor Leprince, Executive Vice President Global Services von Nokia. Wolfgang Hackenberg, Sprecher der Geschäftsführung von Nokia in Deutschland, unterstrich: „Wir wollen aus Deutschland heraus dazu beitragen, attraktive 5G-basierte Anwendungen für Firmen- und Privatkunden mit Partnern aus anderen Branchen zu entwickeln. Dabei setzen wir auf lokale Ökosysteme.“ Wie das aussehen könnte, demonstrierte der Gastgeber in München u. a. am Logistikbeispiel „EffiBot“. Der Roboterwagen findet seine Route im Warenlager und übernimmt die Lasten, während Arbeiter ihre Hände frei haben. Die Wege der Fahrzeuge und der Menschen werden dafür in Echtzeit über Bluetooth-Beacon-Technik berechnet und koordiniert, die Anwendung läuft seit Kurzem in Brasilien.

Aus Sicht der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sind genau diese neuen Kreativräume wichtig, um die Digitalisierung und neue Anwendungen für Industrie 4.0 voranzubringen. „Wir können Hard- und Software, wir müssen sie nur entsprechend miteinander verbinden“, sagte Aigner. Martin Zachau, Innovationsmanager bei Osram, betonte, dass die Digitalisierung „schon heute jedes Business und jede Abteilung in jeder Minute“ betreffe. Gerade im Sensoren- und Komponentengeschäft komme es nun darauf an, sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen, um weiter erfolgreich zu sein. „Wenn wir es nicht selbst tun, tun es andere“, appellierten die deutsche Microsoft-IT-Chefin Anne Kopp und Tony Douglas, verantwortlich für Mobility Services bei BMW. Mit neuen Kreativplattformen und Ökosystemen sei es möglich, den disruptiven Konkurrenten mit eigenen Entwicklungen zu begegnen.

stellenangebote

mehr