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Samstag, 23. Februar 2019

Preis

Technik macht das Leben leichter

Von Bettina Reckter | 16. November 2017 | Ausgabe 46

Am 29. November verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen Zukunftspreis 2017. Hier stellen wir die Nominierten vor.

Animationstechnik gewährt scharfen Blick in den Körper

Foto: Cardiff University Brain Research Imaging Center, Großbritannien

Nervenfasern im Gehirn – dargestellt anhand von MRT-Daten.

Bildgebung: Mit Visualisierungstechnik und viel Rechenleistung erstellen Forscher fotorealistische 3-D-Abbildungen aus dem Inneren des menschlichen Körpers anhand der Daten, die ein Magnetresonanz- (MRT) oder Computertomograph (CT) liefert (VDI nachrichten 43/2017). Cinematic Rendering nennen sie die Methode, die sie bei der Filmindustrie abgeschaut haben. Dort wurden damit Figuren wie Gollum im Film „Herr der Ringe“ digital modelliert.

Ärzte etwa in der Kinderherzchirurgie können sich damit das winzige Herz eines Neugeborenen ansehen, bevor sie mit der riskanten Operation beginnen. Nominiert für den Deutschen Zukunftspreis sind Klaus Dieter Engel und Robert Schneider von Siemens Health­ineers sowie Franz Fellner vom Kepler Universitätsklinikum in Linz.

Lernfähiger Roboterassistent

Foto: Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

Feinfühlig wie die menschliche Hand ist das Robotersystem Panda.

Robotik: Sollen Roboter dem Menschen assistieren, müssen sie feinfühlig sein, damit es nicht zu schweren Unfällen kommt. „Powertool“ Panda besitzt in jedem Gelenk ein dem menschlichen Körper nachempfundenes Sensorkonzept zur Interaktion mit der realen Welt.

Nachgiebig und reaktiv wird Panda durch ein künstliches zentrales Nervensystem. Die Lernfähigkeit der sensormotorischen Fähigkeiten gewinnt es dank Algorithmen des maschinellen Lernens. Entwickelt wurde es am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik von Sami Haddadin sowie von Simon Haddadin und Sven Parusel von der Franka Emika GmbH in München.

Maßgeschneiderte Handprothese mit einzeln bewegbaren Fingern

Foto: Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

Jeder Finger einzeln lässt sich bei dieser modernen Handprothese ansteuern.

Medizintechnik: Allein mit elektrisch gesteuerten Prothesen werden weltweit rund 10 000 Menschen pro Jahr versorgt, die Anzahl der potenziellen Nutzer liegt um ein Vielfaches höher. Stefan Schulz, Adrian Andres und Matthias Baßler von der Vincent Systems GmbH in Karlsruhe entwickeln unter den Gesichtspunkten Funktionalität und Ästhetik sogenannte multiartikulierende Prothesen mit einzeln bewegbaren Fingern.

Neben verschieden großen Prothesen für Erwachsene stellen sie erstmals auch Handprothesen für Kinder und Jugendliche her. Zudem können sie mithilfe der weltweit kleinsten, elektronischen Einzelfingerprothesen auch kompliziert aufgebaute Teilhände individuell an die Bedürfnisse des Patienten anpassen.