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Donnerstag, 21. März 2019

Parkettnotizen

Unter Strom

Von Stefan Wolff | 19. Oktober 2017 | Ausgabe 42

Es war ein fulminanter Börsengang. Bei Voltabox, einem Hersteller von Batteriesystemen, dürften die Sektkorken geknallt haben.

Foto: privat

Stefan Wolff arbeitet als Finanzjournalist u. a. für das ARD-Börsenstudio.

Mit 24 € hatte der Ausgabepreis am oberen Rand der Preisspanne gelegen. Damit ist die Firma mit 470 Mrd. € bewertet.

Der erste Kurs hat sogar bei 30 € gelegen. Voltabox gab an, dass zehnmal mehr Aktien hätten verkauft werden können. Ein Unternehmen schürt Fantasie.

Batteriesysteme für Fahrzeuge, wie Gabelstapler und Busse, Antriebskomponenten und Batterien für den Massenmarkt liegen in Zeiten, zu denen das Ende des Verbrennungsmotors ausgerufen wird, voll im Trend. Denn jeder Elektroantrieb ist nur so gut, wie sein Energielieferant. E-Autos werden sich nur mit den entsprechenden Reichweiten durchsetzen. Die Wachstumserwartungen sind hoch.

Diese Welle will auch Varta reiten. Der Batteriehersteller hat seine Angebotsfrist verkürzt und den Sprung aufs Parkett vorgezogen. Der Ansturm auf die Aktien sei riesig gewesen, hieß es. Dabei hat Varta die Sparten Auto und Haushaltsbatterien ausgeklammert.

Mit dem bayerischen Unternehmen Sonnen könnte sich der Kreis schließen. Sonnen bietet Batteriesysteme für Privathaushalte an, mit denen es möglich ist, Energie zu speichern, die zuvor mit Sonnenkraft erzeugt worden ist. In trockenen Tüchern ist die Entscheidung allerdings noch nicht.

Höchststände an den Börsen und Börsengänge passen gut zusammen. Wenn die Aktienkurse klettern, ermutigt das viele Unternehmen, den Börsengang zu wagen. Auch Anleger sind in einem guten Börsenumfeld. Dabei lohnt es sich in den seltensten Fällen, bei einem Börsengang (zumindest als Privatanleger) dabei zu sein. Die meisten Kurse fallen wieder unter ihren Ausgabekurs. Gerade bei rekordhohen Aktienständen wächst die Gefahr einer Korrektur. Von der werden Debütanten auch nicht verschont.