Ausblick 28. Jan 2021 Von Ralph Appel

Die wichtigsten Themen des VDI im Jahr 2021

VDI-Direktor Ralph Appel schaut nach vorn: Das Gelingen der Energiewende wie die Erholung der Wirtschaft liegt nicht zuletzt in den Händen von Ingenieur*innen.

VDI-Direktor Ralph Appel: „Nur durch den ständigen Austausch schaffen wir den Weg in eine nachhaltige Ökonomie.“
Foto: VDI/Catrin Moritz

Ein schwieriges Jahr liegt hinter uns. Die Corona-Krise hat nicht nur unser Miteinander und unsere tägliche Arbeit deutlich verändert, sie hat uns auch gezeigt, wie verletzlich die vernetzte Welt bei einer globalen Pandemie ist. Trotz aller wirtschaftlichen Härte und Problemen, die die Corona-Krise mit sich bringt: Lassen Sie uns nach vorne schauen. Die Rolle der Ingenieurinnen und Ingenieure ist wichtiger denn je. Nicht zuletzt durch Ihre Arbeit wird die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen und unser Berufsstand wird in naher Zukunft stärker nachgefragt sein denn je.

Essenziell wichtige Bausteine werden hier nach wie vor die Fortschritte zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und die Bemühungen für mehr Klimaschutz bilden. Der hohe Anspruch daran darf im Corona-Krisenmodus nicht ins Hintertreffen geraten. Wir Ingenieurinnen und Ingenieure können hier helfen, die Technologieführerschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.

VDI-Initiative für nachhaltige Ökonomie

Für den nachhaltigen Umbau der Energiewende ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, Stakeholder aus Gesellschaft und Wirtschaft zusammenzubringen. Eine Plattform dafür haben wir mit unserer fachübergreifenden VDI-Initiative „1,5 Grad – INNOVATIONEN.ENERGIE.KLIMA. – Gemeinsam für das Klimaziel“ bereits geschaffen. Wir sind der Überzeugung, dass wir nur durch den ständigen Austausch den Weg in eine nachhaltige Ökonomie beschreiten werden. Deshalb planen wir auch in diesem Jahr wieder entsprechende Aktivitäten. Dazu zählt unter anderem der Deutsche Ingenieurtag, der am 20. Mai erstmals virtuell stattfindet und ganz im Zeichen des 1,5-Grad-Ziels steht.

Als unabhängiger Verein und als sach- und faktenorientierte Dialogplattform liefern wir transparente Einblicke in alle technischen Lösungspfade mit ihren Vor- und Nachteilen. Dabei ist auch die Verkehrs- und Mobilitätswende ein Bereich, den wir seit geraumer Zeit im Fokus haben. Im Herbst des vergangenen Jahres haben wir eine erste Lifecycle-Analysis-Studie zu unterschiedlichen Pkw-Antriebskonzepten herausgebracht, die derzeit teilweise sehr kontrovers diskutiert wird und so die verschiedenen Potenziale sowie deren Chancen und Risiken aufzeigt. Die Studie werden wir in diesem Jahr fortschreiben und weitere Ergebnisse veröffentlichen.

Im September 2021 steht darüber hinaus die Bundestagswahl an. Im Vorfeld der Wahlen werden wir den politischen Dialog intensivieren, in dem wir die Programme der relevanten Parteien analysieren, um dazu unsere technischen Empfehlungen zu hinterlegen.

Ingenieurnachwuchs bleibt Thema für 2021

Auch der Ingenieurnachwuchs bleibt in diesem Jahr ein wichtiges Thema. Wir werden für die Studierenden und jungen Ingenieurinnen und Ingenieure auch in Zukunft und insbesondere in schwierigen Zeiten eine feste Stütze sein. Daher entwickeln wir unser Angebot im Bereich Karriere weiter und bauen derzeit ein neues Career Center auf, das verschiedene Angebote zur beruflichen Orientierung bündelt und direkte Kontakte in unser Netzwerk hinein noch optimaler ermöglicht.

Das VDI-Netzwerk „Studenten und Jungingenieure“ wird sich in diesem Jahr in „VDI Young Engineers“ umbenennen, auch um internationaler wahrgenommen zu werden.

Ich bin mir sicher, dass wir mit diesen Themen als VDI, gemeinsam mit unseren Bezirksvereinen, Landesverbänden, Fachgesellschaften und -Beiräten, in diesen anspruchsvollen Zeiten einiges bewegen können. Ich freue mich auf ein herausforderndes, aber auch interessantes 2021 und wünsche uns allen dazu ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

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Professur für Abwassertechnik und Biomassenutzung (m/w/d)

Münster
Fachhochschule Münster

Professur für Konstruktion und Maschinenelemente (m/w/d)

Münster
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Cottbus, Magdeburg, Dessau-Roßlau
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Nürnberg
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Mosbach
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Biberach
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