PRODUKTION 11. Mai 2017 Stefan Asche

Ausgezeichnet: Exoskelett für Industriearbeiter

Orthopädische Probleme im Stütz- und Bewegungsapparat von Industriearbeitern verursachen alleine in den USA alljährlich einen Produktivitätsverlust im Umfang von 50 Mrd. $.

Der „Airframe“ von Levitate Technologies entlastet Schulter, Hals und oberen Rücken.
Foto: Levitate Technologies

In vielen Branchen, etwa im Automobilbau, spielt das Schultergelenk dabei eine tragende Rolle. Das junge Engineering-Unternehmen Levitate Technologies aus San Diego, Kalifornien, will Abhilfe schaffen – mit dem Exoskelett „Airframe“.

Das rund 3 kg schwere Gerüst wird mit gepolsterten Gurten an Schultern und Becken befestigt. Die Oberarme liegen in einer perforierten Schale. Beim Anheben von Werkzeugen wird ein Federmechanismus auf Höhe des Trizeps aktiviert. Der Winkel, in dem die Mechanik eingreifen soll, lässt sich frei definieren. Auch die Kraft ist einstellbar. Wenn der Nutzer seinen Arm senken will, wird die Unterstützungsleistung stufenweise abgebaut. Das System kommt komplett ohne externe Energiezufuhr und ohne Pneumatik aus.

Die besondere Aufmerksamkeit der Entwickler galt den Rotationsmechanismen, die auch unter hoher axialer Belastung mühelos drehbar sein müssen. Sie vertrauten auf verschiedene Kunststoffgleitlager der Kölner Igus GmbH. Vorteil: Die Lager erfüllen die Konstruktionsanforderungen für nicht korrosive Werkstoffe, können also auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden. Außerdem müssen die leichtgewichtigen Komponenten im Vergleich zu metallischen Lagern nicht geschmiert werden. Das schont die Kleidung der Werker.

Igus zeichnete die Entwicklung nun mit dem Manus Award 2017 aus. Der Preis würdigt industrielle Anwendungen von Kunststoffgleitlagern, die sich durch technische und wirtschaftliche Effizienz sowie durch Kreativität und Mut des Entwicklers auszeichnen. Es geht nach Unternehmensangaben darum, „die technische Überlegenheit von Kunststoffmaschinenelementen aufzuzeigen“. Am zurückliegenden Wettbewerb hatten sich 541 Entwickler aus 35 Ländern beteiligt.

Stellenangebote

Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg (BTU)

Universitätsprofessur (W3) Dekarbonisierte Industrieprozesse

Cottbus, Zittau
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences

Professur (W2) für das Fachgebiet "Informationstechnik und Mikrocomputertechnik"

Karlsruhe
Hochschule für angewandte Wissenschaften München

W2-Professur für Bauproduktionsplanung und Prozessoptimierung (m/w/d)

München
Technische Hochschule Ulm

Professur (W2) "Softwareentwicklung und Embedded Systems"

Ulm
Technische Hochschule Ulm

Professur (W2) "Gesundheitsinformatik"

Ulm
Technische Hochschule Ulm

Professur (W2) "Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik"

Ulm
Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Diplom-Ingenieure (FH/DH) / Bachelor (w/m/d) der Fachrichtung Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung

Baden-Württemberg
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Professur (W2) Digitale Produktentwicklung im Maschinenbau

Regensburg
Panasonic Industrial Devices Europe GmbH

Functional Safety Engineer (m/w/d) mit Fokus Software im Embedded-System

Lüneburg,Hannover,Hamburg
Deutsche Post DHL Corporate Real Estate Management GmbH

Architekt / Bauingenieur (m/w/d) Hochbau

Bonn
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen der Redaktion

Top 10 aus der Kategorie Fokus