Automobilbau 03. Okt 2019, 20:00 Uhr Von Martin Ciupek

Leichtbau verändert Montage- und Verbindungstechnik

Die Montage- und Verbindungstechnik erlebt durch den Leichtbau einen tiefgreifenden Wandel. Der Materialmix bestimmt den Prozess.


Foto: BMW Group

Nieten, schrauben, schweißen – das waren lange Zeit die typischen Verbindungstechniken im Automobilbau. Mit der Elektromobilität und dem für den Leichtbau nötigen Materialmix ändert sich das.

Aktuelles Beispiel ist das neue Elektroautomodell iNext von BMW, das vorigen Samstag im Fertigungswerk in Dingolfingen präsentiert wurde. Ab 2021 soll es dort neben mehreren Modellen mit Verbrennungs- und Hybridantrieben vom Band laufen. „Wir bilden damit die gesamte Vielfalt der Antriebe in unseren Produktionsstrukturen ab“, freut sich Werksleiterin Ilka Horstmeier, die kommenden Monat das Vorstandsressort Personal- und Sozialwesen bei der BMW AG übernimmt.

Roboter und Sensoren am Werk

Beim Karosseriebau für den vollelektrischen iNext nutzt der Automobilhersteller ein besonderes Verfahren zum Verbinden von Aluminium- und Stahlbauteilen. Ein schnell rotierender Stahlstift durchdringt dabei das Aluminiumblech und erzeugt auf dem darunterliegenden Stahlteil eine Reibschweißlinse. Nach dem Abkühlen ergibt sich eine feste Verbindung.

Bei dem Prozess überlässt BMW nichts dem Zufall. Roboter durchleuchten per Computertomografie die Verbindungsstellen und weitere Sensoren erfassen die Außenkonturen der Karosserie. Alle Daten werden direkt mit dem digitalen CAD-Modell abgeglichen, damit sich mögliche Produktionsfehler erst gar nicht durch die Serie ziehen.

Automatisierung zieht nach

Auch die Klebetechnik gewinnt im automobilen Leichtbau zunehmend an Bedeutung. Das gilt sowohl für das Verbinden der verschiedenen Werkstoffe als auch für das Versiegeln und Abdichten einzelner Elemente. Bei Batteriemodulen dichten beispielsweise wärmeleitfähige Klebstoffe den Spalt zwischen Speicherzellen und den Kühleinheiten ab. Diese können großserientauglich per Roboter und entsprechender Dosiertechnik mit hoher Geschwindigkeit aufgetragen werden.

Das sorgt auch für Bewegung bei den Anbietern von Lösungen für die Produktions- und Montage­automatisierung, die sich ab Montag auf der Branchenmesse Motek in Stuttgart treffen. Dort werden Module und individuelle Lösungen für reproduzierbare Fertigungsergebnisse gezeigt. Und auf der parallel laufenden Bondexpo gilt dabei der Fokus der Prozesskette rund um das Kleben, Vergießen, Dichten und Schäumen.

Den Fokus „Verbinden im Leichtbau“ lesen Sie im aktuellen e-Paper der VDI nachrichten.

Tags: Automation, Produktion

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