Jobrekord bei gutem Geschäftsklima 09. Okt 2018 Jens D. Billerbeck

Elektroindustrie beschäftigt rund 880 000 Personen

Mit knapp über 880 000 Beschäftigten hat die deutsche Elektroindustrie den höchsten Stand seit 2001 erreicht. Trotz leicht gesunkener Auftragseingänge ist das Geschäftsklima gut.


Foto: panthermedia.net/Cseh Ioan

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Juli 2018 auf 880 870 erhöht. Damit hat sie den höchsten Stand seit September 2001 erreicht. Allein im laufenden Jahr ist die Zahl der Beschäftigten in der Elektrobranche um rund 13 000 gestiegen.

Dagegen hat die Industrie im August dieses Jahres 5,4 % weniger Auftragseingänge verzeichnet als im Vorjahr. Grund dafür war ein starker Rückgang der Inlandsaufträge um 11,8 % – allerdings waren diese im Vorjahr auch aufgrund von Großaufträgen um 19 % kräftig gestiegen, so dass jetzt ein Basiseffekt eintrat. Die Auslandsaufträge blieben im August fast unverändert (+ 0,1 %), wobei auch hier das Wachstum im Vorjahresmonat mit plus 21,6 % sehr kräftig ausgefallen war. Kunden aus dem Euroraum orderten 1,8 % mehr, die Bestellungen aus Drittländern gingen leicht um 0,8 % zurück.

Bis August leichtes Auftragsplus

Für die gesamten ersten acht Monate dieses Jahres lässt sich damit noch ein kleines Auftragsplus von 0,5 % verzeichnen. Die Inlandsaufträge verfehlten ihr Vorjahresniveau in diesem Zeitraum um 4,2 %, während die Aufträge aus dem Ausland um 4,5 % zulegten. Der Zuwachs mit Kunden aus Drittländern (+ 5,8 %) fiel dabei deutlich höher aus als der bei Aufträgen aus der Eurozone (+ 2,3 %).

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie wuchs im August um 1,0 % gegenüber Vorjahr. Von Januar bis August nahm sie um 3,3 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zu. Die Produktionspläne der Unternehmen bleiben im September unverändert: 28 % der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten steigern, nur 6 % drosseln. Der Rest geht von einem gleichbleibenden Produktionsniveau aus.

Umsatz im August steigt auf 16 Mrd. €

Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie ist im August 2018 um 1,8 % gegenüber Vorjahr auf 16,0 Mrd. € gestiegen. Die Erlöse mit Kunden aus dem Inland legten um 3,7 % auf 7,7 Mrd. € zu. Der Auslandsumsatz übertraf seinen Vorjahreswert mit 8,3 Mrd. € nur leicht um 0,3 %. Dabei wuchs das Geschäft mit Kunden aus der Eurozone (+ 0,5 % auf 2,9 Mrd. €) etwas mehr als das mit Abnehmern aus Drittländern (+ 0,2 % auf 5,4 Mrd. €).

Von Januar bis August wurden Erlöse von insgesamt 128,5 Mrd. € erzielt. Der Umsatz übertraf damit den entsprechenden Vorjahreswert um 3,8 %. Inlands- und Auftragserlöse kletterten um 3,7 % bzw. 3,8 % auf 61,0 Mrd. € und 67,5 Mrd. €. Die Erlöse mit Partnern aus der Eurozone stiegen hier um 5,0 % auf 24,8 Mrd. €. Im Geschäft mit Drittländern konnte ein Plus von 3,1 % auf 42,7 Mrd. € verbucht werden.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich auch im September dieses Jahres leicht verbessert. Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als noch im August, dafür zogen aber die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an.

 

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