Studie: Sachsen an der Spitze im Bildungsmonitor 20. Aug 2021 Von Claudia Burger

INSM fordert 20 000 IT-Fachleute für die Bildungslandschaft

Im jährlich erhobenen Bildungsmonitor der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) hat der Freistaat Sachsen am besten abgeschnitten. Bremen landete auf dem letzten Platz. Lehrerinnen und Lehrer sollten laut INSM nicht mehr verbeamtet werden. Zudem sei die Einstellung von 20 000 IT-Fachkräften nötig.


Foto: PantherMedia / Wavebreak

Wie im Vorjahr landet der Freistaat Sachsen auf Platz eins des Bildungsmonitors der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Bayern liegt auf Platz zwei, danach folgen Bayern, Hamburg und Thüringen. Schlusslicht in der Rangliste ist Bremen, hinter Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin. Nordrhein-Westfalen liegt auf Platz zwölf.

Ausgewertet werden für die jährliche Studie verschiedene statistische Daten, etwa wie viel Geld ein Land pro Schülerin und Schüler ausgibt, wie das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Lehrenden und Schülerinnen und Schülern ist. Auch Schul- und Azubiabbrecherquoten und Forschungsausgaben an den Hochschulen fließen mit ein, genauso wie Ergebnisse aus Vergleichstests zum Leistungsstand von Schülerinnen und Schülern. Im Bildungsmonitor wird nach Auskunft der Autoren auch untersucht, inwieweit das jeweilige Bildungssystem zur Fachkräftesicherung beiträgt oder Aufstiegsmöglichkeiten für Einzelne schafft. Auch die Themen und Bildungschancen stünden im Zentrum. Erstellt wurde der Bildungsmonitor vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Ganztagsangebot in Sachsen wird hervorgehoben

Sachsen weise ein besonders gutes Ganztagsangebot auf. Zudem gebe es dort viele gut ausgebildete Kitabeschäftigte mit Hochschulabschluss, der Unterricht sei forschungsorientiert und die Schülerinnen und Schüler würden Bestwerte in Mathe und Naturwissenschaften erzielen. Bremen hingegen weise Mängel bei der Bekämpfung von Bildungsarmut und Integration auf. Unterdurchschnittlich viele Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit erreichten dort eine Studienberechtigung und würden bei Vergleichstests in Mathe, Naturwissenschaften und Lesen im Ländervergleich am schlechtesten abschneiden.

Nachteile für Kinder und Jugendliche aus „bildungsfernen Haushalten“

Wie groß der durch die Coronakrise entstandene Schaden in der Bildung ist, werde erst in den kommenden Jahren in vollem Umfang erkennbar werden. Die Folgen von Schulschließungen, Wechselunterricht und sogenanntem Homeschooling in der Coronakrise werden nach Einschätzung des Studienleiters Axel Plünnecke vom IW in den kommenden Jahren die Ergebnisse des Bildungsmonitors verschlechtern, vor allem in den Bereichen Bildungsarmut, Integration und Bildungsgerechtigkeit. Plünnecke geht wie andere Fachleute davon aus, dass die Leistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern größer geworden sind. Vor allem leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler seien belastet worden, Kinder aus „bildungsfernen Haushalten“, wo Eltern wenig Unterstützung geben konnten, und Kinder mit Migrationshintergrund. Daher erwarte man, dass die Lernstände auseinandergehen. Im neuen Schuljahr dürfe man deshalb auf keinen Fall wieder auf Homeschooling zurückgreifen und Schulen schließen, forderte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Leistungsgerechte Entlohnung für Lehrerinnen und Lehrer

Der INSM fordert die Einstellung von 20 000 Informatikerinnen und Informatikern, um Lehrende zu entlasten. Zudem sprach sich Pellengahr dafür aus, Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr zu verbeamten, sondern leistungsgerecht zu entlohnen. „Wir müssen die richtigen Leute für den Beruf anziehen, nicht die Verbeamtung soll im Vordergrund stehen“, sagte er bei der Präsentation des Bildungsmonitors.

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