Modellprojekte gegen Corona-Pandemie 16. Apr 2021 Von dpa/Claudia Burger

BASF und VW impfen Beschäftigte

In dieser Woche startete BASF mit der Impfung von Beschäftigten, VW setzte die Impfung im Werk Zwickau fort. Andere Firmen wie Lufthansa und Allianz wollen folgen.


Foto: PantherMedia / best_top_view

Die Querelen um das Präparat Astrazeneca hatten dem Modellprojekt zu Corona-Impfungen bei Volkswagen Sachsen Ende März einen holprigen Start beschert. Seit rund einer Woche werde nun wieder geimpft – derzeit mit dem Vakzin von Biontech, sagte Unternehmenssprecher Carsten Krebs. Insgesamt hätten bisher etwa 80 Mitarbeiter ihre erste Impfung erhalten. Die Resonanz bei den Beschäftigten sei gut, und die Betriebsärzte würden gern mehr Menschen impfen. Doch das sei abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes, hieß es. Der Autobauer hatte am 30. März das Modellprojekt gestartet und erste Mitarbeiter im Zwickauer Werk mit Astrazeneca geimpft – als eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland. Dazu waren zunächst 300 Dosen für die Erstimpfung reserviert. Kurz darauf hatten Bund und Länder wegen Nebenwirkungen des Impfstoffes die Verwendung eingeschränkt. Das Unternehmen hatte die Impfungen wieder ausgesetzt.

Es geht nach der geltenden Priorisierung

Bei dem Projekt wird den Angaben zufolge nach der geltenden Priorisierung vorgegangen. So werden nur Mitarbeiter geimpft, die zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören, also bestimmte chronische Erkrankungen haben, sowie Beschäftigte aus dem Vogtlandkreis. Dort dürfen wegen der hohen Inzidenz alle Erwachsenen geimpft werden. Laut dem Unternehmen fallen rund 1000 Beschäftigte unter diese Kriterien. Viele Impfwillige hätten sich allerdings auch schon selbst um Termine in der Nähe ihres Wohnortes gekümmert.

Volkswagen will mit seinem Impfmobil und Personal auch die Kampagne außerhalb der eigenen Werke unterstützen. So werde eine Ärztin heute in Limbach-Oberfrohna bei der Schulung von DRK-Helfern sowie Aufklärungsgesprächen von Impfwilligen helfen, erklärte Krebs. Auch andere Unternehmen in Sachsen wollen sich an der Impfkampagne beteiligen. „Sobald wir Impfstoff erhalten, kann es bei uns sofort losgehen“, informierte der Sprecher des Chipherstellers Globalfoundries in Dresden, Jens Drews.

Im März erhielt BASF die Beauftragung, ein Impfzentrum zu errichten

Bei BASF in Ludwigshafen ging es diese Woche los. Am Standort Ludwigshafen werden seit dem dem 14. April die ersten Mitarbeitenden gegen Corona geimpft. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Stern erklärte Stefan Lang, Chief Medical Officer bei BASF, dazu, dass es sich um ein Modellprojekt handelt. „Wir haben im Januar 2021 der Landes- und Bundesregierung angeboten, die Impfkampagne zu unterstützen. Wir erhielten im März die Beauftragung als Impfzentrum und können jetzt nach Fertigstellung unseres Impfzentrums die Impfgruppe 2, also Mitarbeiter z. B. mit schweren Vorerkrankungen, Impfungen anbieten. Wir halten uns ganz strikt an die Impfreihenfolge, die uns das Land Rheinland-Pfalz vorgibt.“

In Ludwigshafen seien rund 39 000 Beschäftigte, am ersten Tag seien rund 400, an den anderen Tagen bis heute seien jeweils 600 Impfungen geplant. Die maximale Tageskapazität, „vorausgesetzt wir haben dafür ausreichend Impfstoff“, liege bei 1200 pro Tag. „Wir wollen auf 1200 pro Tag erhöhen, wenn die nötigen Zweitimpfungen anstehen.“ Zunächst sollen nur Mitarbeitende versorgt werden, im weiteren Verlauf sollen ebenso Impfangebote für deren Angehörige geprüft werde. Wann und wie die Impfkampagne auf Angehörige von Mitarbeitenden oder auch Partnerfirmen am Standort ausgeweitet werden kann, hänge unter anderem von der Zuteilung des Impfstoffs ab. Auch BMW und andere haben angekündigt, selbst impfen zu wollen.

Die Lufthansa hat an mehreren Standorten Impfzentren installiert

Die Lufthansa gibt an, an den Standorten Frankfurt, München und Hamburg Impfzentren aufgebaut zu haben. Die Einheiten seien ab Montag einsatzbereit und könnten in eigener Regie bis zu 400 Menschen täglich impfen. Noch wartet die Fluggesellschaft allerdings auf Impfstoff.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) fragte bei den 30 Dax-Firmen nach, wie es dort unter anderem ums Impfen der Belegschaft bestellt ist. Fast alle bereiten sich demnach darauf vor, ihre Mitarbeiter auf breiter Basis von Betriebsärzten impfen zu lassen. Die Allianz will demnach ab der zweiten Aprilhälfte 27 Impfstraßen an 15 zentralen und großen Betriebsstätten startklar haben. Auch Bayer hofft, im zweiten Quartal mit Impfungen starten zu können, berichtet die Zeitung. Hintergrund: In der am 1. April 2021 veröffentlichten Neufassung der Corona-Impfverordnung sind Betriebsärzte als „Leistungserbringer“ für die Corona-Impfungen vorgesehen.

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