Kincentric-Studie über Einfluss der Pandemie 22. Jan 2021 Von Clauda Burger

Beschäftigte im Homeoffice weiterhin produktiv

Arbeitgeber sind durch eine gesetzliche Verordnung aufgerufen, noch mehr Homeoffice zu ermöglichen. Das Engagement der Mitarbeiter hat sich durch Homeoffice nach einer Studie von Kincentric zunächst um 10 Prozentpunkte vergrößert, büßte im Lauf des Jahres aber wieder sechs Prozentpunkte ein.


Foto: panthermedia.net/red_pepper82

Die Pandemie – mit Homeoffice als einer ihrer markantesten Begleiterscheinungen – hat im abgelaufenen Jahr das Niveau des Mitarbeiterengagements in den Unternehmen nachweislich beeinflusst: Das zeigt eine Analyse der Personalberatung Kincentric. Demnach ist das Mitarbeiterengagement in der ersten Phase der Pandemie sogar sehr stark gestiegen. Der Kincentric-Index ist im zweiten Quartal 2020 um 10 Prozentpunkte auf 75 % (erstes Quartal 2020: 65 %) geklettert. In den darauffolgenden Monaten ließ das Mitarbeiterengagement aber wieder nach: Im dritten Quartal sank der Wert um sechs Prozentpunkte auf 69 %. Der Kincentric-Index für Mitarbeiterengagement basiert auf den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragungen, die die Beratung für ihre Kunden – nach eigenen Angaben 700 Unternehmen – durchführt. Aus der Dach-Region sind laut Kincentric Großkonzerne und Mittelständler aus diversen Sektoren vertreten, auch mehrere Dax-Unternehmen.

Die zweite Welle wirkt sich dämpfend auf das Engagement aus

Stefan Mauersberger, Kincentric-Partner und Regionalchef für Zentral-, Süd- und Osteuropa, kommentiert: „In den ersten Monaten der Pandemie machten Unternehmen und Mitarbeiter enorme Anstrengungen und stellten sich in kurzer Zeit massiv um. Diese kritische Phase erforderte erhöhte Kommunikation, schnellere Entscheidungsfindung und einen Fokus auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Belegschaft sowie auf die Geschäftskontinuität. Das hat sich positiv auf das Mitarbeiterengagement ausgewirkt. Mit der zweiten Welle hat sich die Situation gedreht: Viele sind seit Langem im Homeoffice, sie können nicht abschalten, werden oft mit Themen wie Kurzarbeit oder Stellenabbau konfrontiert und sind isoliert. Das Mitarbeiterengagement lässt deutlich nach.“

Das Mitarbeiterengagement sei eine wichtige Kennzahl, die von vielen Unternehmen genau beobachtet werde. Eine engagierte Belegschaft bringe eine bessere Leistung, die sich in besseren finanziellen Ergebnissen niederschlägt. Das Niveau von Mitarbeiterengagement werde anhand von Messgrößen ermittelt, die nicht nur die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Belegschaft, sondern auch ihre Identifizierung mit der Unternehmensvision und -kultur erfassen. Dabei werden alle Mitarbeiterantworten anonymisiert zusammengefasst.

Führungskräfte sollten regelmäßig kommunizieren

„Ungewissheit führt innerhalb der Belegschaft zu erhöhtem Stress und abnehmendem Engagement. Führungskräfte müssen jetzt entschieden entgegenwirken, indem sie regelmäßig kommunizieren, klare Botschaften abgeben und eine konsistente Strategie erkennen lassen. Zeitgleich erfordert es auch Kreativität, trotz andauerndem Homeoffice und persönlicher Isolation das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit mit dem Unternehmen zu stärken“, fügt Stefan Mauersberger hinzu.

Wegen der zweiten Corona-Welle hat die Bundesregierung die Unternehmen mit einer Verordnung dazu aufgefordert, noch mehr Homeoffice möglich zu machen. Theoretisch sind auch Bußgelder möglich, wenn ein Unternehmen der Belegschaft, die im Homeoffice arbeiten könnte, dieses nicht anbietet. Dagegen gab es viel Kritik. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erklärte: „Mit der Pflicht zum Angebot von Homeoffice ist der Minister kürzlich bereits einmal politisch gescheitert. Noch im November hatte er verkündet, von diesem Vorhaben abzusehen. Dieses nun unter dem Etikett der Pandemiebekämpfung einzubringen, erweckt den Eindruck, als nutze der Minister die Pandemie für parteipolitische Zwecke. Das ist insbesondere bemerkenswert, da sich inzwischen auch die Gewerkschaften gegen einen Homeoffice-Zwang ausgesprochen haben.“

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