Wirtschaft/Industrie 13. Okt 2022 Von Wolfgang Schmitz

Unternehmen wappnen sich für die Energiekrise – und für die nächste Coronawelle

Die Krisen sind noch längst nicht ausgestanden. Im Gegenteil: Zumindest die Energiekrise wird an Schärfe zulegen. Und auch angesichts einer drohenden neuen Coronawelle liegen in vielen Unternehmen Notpläne in den Schubladen. Je nach Unternehmensgröße sind die Konzepte jedoch unterschiedlich ausgefeilt.

Runter mit der Raumtemperatur! Das ist die am häufigsten von Unternehmen angewandte Art, ihren Energieverbrauch zu senken.
Foto: PantherMedia / Andriy Popov

Nur knapp jedes dritte deutsche Unternehmen hat einen Notfallplan, um die Energiekrise zu bewältigen. Das geht aus der neuen Personalleiterbefragung des Ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sowie des Personaldienstleisters Randstad unter 700 Personalverantwortlichen hervor. „Je kleiner das Unternehmen, desto seltener wurden Maßnahmen auf den Weg gebracht“, sagt Ifo-Forscherin Johanna Garnitz. „Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden haben 60 % entsprechende Vorkehrungen getroffen. Bei Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden sind es nur noch 15 %.“

Energieeffizienz wird für viele Unternehmen zum wichtigsten Mittel

Je nach Wirtschaftszweig unterscheiden sich die Herangehensweisen. Die Industrie ist demnach von der aktuellen Energiepreiskrise am stärksten betroffen. Hier haben sich die Unternehmen mit 43 % bisher am häufigsten auf einen möglichen Engpass vorbereitet. Bei den Dienstleistern sind es 25 %. Im Handel beträgt der Wert lediglich 17 %.

Homeoffice ist in den Unternehmen einer von mehreren Hebeln

„In Zeiten des Fachkräftemangels ziehen Unternehmen den Abbau von Personal kaum in Betracht. Vielmehr soll die Belegschaft Überstunden und Urlaub abbauen. Die am häufigsten genannte Energiesparmaßnahme ist die Senkung der Gebäudetemperatur“, sagt Garnitz. Auch mehr Homeoffice zu gewähren, zieht die Mehrheit der befragten Unternehmen in Betracht und die Möglichkeit, Angestellte in Kurzarbeit zu schicken. Als eher unwahrscheinliche Maßnahme gilt den Befragten zufolge die Einschränkung der eigenen Geschäftstätigkeit.

Die Verantwortlichkeit, einen Notfallplan auszuarbeiten, liegt in nahezu allen Unternehmen bei der Geschäftsleitung (97 %). Zusätzlich daran beteiligt sind zu 22 % die Personalabteilung, in 13 % der Fälle der Betriebsrat. Bei Eintreten eines solchen Notfallplans geht gut jedes fünfte der befragten Unternehmen davon aus, dass es dadurch zu starken Einschränkungen der betrieblichen Tätigkeit kommen wird (22 %).

Welche Soft Skills in der Dauerkrise auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind

Neben den wachsenden Sorgen hinsichtlich des Energiebedarfs kehren erneute Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren Coronawelle zurück. Fast alle befragten Personalverantwortlichen treffen diesbezüglich Vorkehrungen (88 %), in den befragten Großunternehmen trifft dies auf alle zu. Zu den populärsten Maßnahmen gehören gratis Coronatests und vermehrte Homeofficeangebote. Bei diesen zeigt sich jedoch ein sehr heterogenes Bild: Betriebe mit weniger als 50 Angestellten bieten dies lediglich in knapp jedem zweiten Fall an (49 %).

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