Wechsel in den Topetagen 28. Feb 2020 Von dpa/Claudia Burger

Personalien der Woche

Neues aus der Welt der Führungskräfte, u. a. bei SAP, Kuka, Bayer und DLR.

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SAP

Der Softwarekonzern SAP baut seine Führungsriege um. Zwei Vorstände gehen, die Ressorts bekommen zum Teil einen neuen Zuschnitt, die Bereiche Kundenzufriedenheit und Produktentwicklung würden gestärkt, teilte das Unternehmen mit. Vertrieb, Service und alles, was dazugehört, bringt SAP dafür im neuen Vorstandsbereich „Kundenerfolg“ zusammen, der von Adaire Fox-Martin geleitet wird. Vorstand Thomas Saueressig übernimmt Produktmanagement, Entwicklung und Support. Michael Kleinemeier, dessen Aufgaben damit unter den beiden neuen Ressorts aufgeteilt werden, verlässt Europas größten Softwarehersteller Ende April. Nach der Hauptversammlung im Mai geht zudem Personalvorstand Stefan Ries. Für ihn gibt es noch keinen Nachfolger.

Kuka

Nach weniger als vier Monaten hat sich der Roboterhersteller Kuka von seinem Technikvorstand Peter Hofmann getrennt. Details zur Trennung wurden nicht genannt. Hofmann war erst zum 1. November 2019 zu Kuka gekommen. Damals hieß es, Kuka gewinne mit Hofmann „einen renommierten Technologieexperten mit umfassender Industrieerfahrung“. Der Kuka-Vorstand besteht nunmehr wie zuvor aus Vorstandschef Peter Mohnen und Finanzvorstand Andreas Pabst. Ein neuer Technikvorstand soll vorläufig nicht mehr ernannt werden, erklärte ein Unternehmenssprecher. Es werde aber ein Nachfolger für Hofmann als Geschäftsführer in der Robotiksparte bei Kuka gesucht. Hofmann war im vergangenen Jahr von dem Getränkeabfüllanlagenhersteller Krones in Neutraubling bei Regensburg zu Kuka gekommen. Zuvor war er bei der Daimler-Benz AG und bei der Festo AG in Esslingen tätig.

Bayer

Werner Wenning wird mit der Hauptversammlung am 28. April vorzeitig aus dem Aufsichtsrat des Chemie- und Pharmakonzern Bayer ausscheiden. Sein Nachfolger soll Norbert Winkeljohann werden, der von 2010 bis Mitte 2018 Deutschlandchef des Beratungs- und Prüfungsunternehmens PwC war. Er gehört dem Aufsichtsrat von Bayer seit Mai 2018 an. Da war die Übernahme von Monsanto fast abgeschlossen. In den Aufsichtsrat nachrücken soll Horst Baier, 63, der Ex-Finanzvorstand der TUI Group.

Lauda

Die österreichische Fluggesellschaft Lauda hat künftig eine Doppelspitze. Geschäftsführer Andreas Gruber werde ab 1. April vom bisherigen Ryanair-Topmanager David O‘Brien unterstützt, bestätigte die Airline. Lauda ist eine Tochter des irischen Billigfliegers. Einen Grund für die neue Führungsstruktur nannte das Unternehmen nicht. Lauda ist seit knapp zwei Jahren am Markt und schreibt tiefrote Zahlen. Nach einem Verlust von 150 Mio. € im ersten Jahr rechnet Lauda im zweiten Jahr mit einem Minus von rund 90 Mio. €. Ein Grund ist der Preiskampf der Billigflieger speziell am Flughafen Wien. Lauda war unter dem Namen Laudamotion 2018 gegründet worden. Die Airline übernahm damals nach der Insolvenz von Air Berlin und deren Tochter Niki zahlreiche Flugzeuge.

DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln bekommt eine neue Chefin: Nach dpa-Informationen soll voraussichtlich die bisherige Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, Anke Kaysser-Pyzalla, den Vorstandsvorsitz übernehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte auf dpa-Anfrage, dass ein Wechsel bevorstehe. Die abschließende Wahl im Senat sei für den 18. März geplant. Aus Ministeriumskreisen hieß es, Kaysser-Pyzalla sei eine „exzellente Wissenschaftlerin“, die zugleich über umfassende Erfahrungen im Management großer Forschungseinrichtungen verfüge. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe sich dafür eingesetzt, dass eine Frau Nachfolgerin der bisherigen Vorsitzenden Pascale Ehrenfreund werde. Kaysser-Pyzalla war unter anderem Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie sowie Direktorin und Geschäftsführerin des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf. Kaysser-Pyzalla wird Chefin von annähernd 8700 Beschäftigten.

Disney

Beim US-Unterhaltungsriesen Disney gibt es mitten in einer riskanten Strategiewende einen abrupten Chefwechsel. Der langjährige Konzernlenker Robert Iger tritt mit sofortiger Wirkung zurück – will aber vom Verwaltungsrat vorerst noch weiter Einfluss aufs Geschäft nehmen. Sein Nachfolger an der Firmenspitze wird Bob Chapek, der zuletzt für die Freizeitparksparte zuständig war.

Über einen Nachfolger für den 69-jährigen Iger wurde zwar schon seit Jahren spekuliert. Mit dem hastigen Spitzenwechsel lieferte Disney dennoch eine handfeste Überraschung, die viele Anleger und Analysten kalt erwischte. Igers Rücktritt nach 15 Jahren an der Konzernspitze kommt unerwartet, auch wenn er schon lange seinen Ruhestand erwägt. Iger prägte den Entertainmentgiganten mit den milliardenschweren Übernahmen von Studios wie Pixar, Marvel und Lucasfilm sowie großen Teilen des Konkurrenten 21st Century Fox. Er wird Disney noch bis Ende 2021 als geschäftsführender Verwaltungsratschef erhalten bleiben und machte auch deutlich, dass er weiterhin großen Einfluss nehmen dürfte.

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