Wechsel in den Topetagen 06. Mrz 2020 Von dpa/Claudia Burger

Nokia wechselt Chef aus

Neues aus der Welt der Führungskräfte, u. a. bei Nokia, Harley-Davidson und Vattenfall Deutschland.


Foto: panthermedia.net/kopitin

Nokia

Der Netzwerkausrüster Nokia wechselt mitten im Kampf um entscheidende Aufträge zum 5G-Ausbau den Chef aus. Zum 1. September soll Pekka Lundmark den Spitzenjob von Rajeev Suri übernehmen, wie das finnische Unternehmen am Montag mitteilte. Lundmark ist aktuell Chef der Energiefirma Fortum, ist aber ein Nokia-Rückkehrer: Er war einst unter anderem für die Strategie in der Netzwerksparte verantwortlich. Nokia hatte sein Handygeschäft und den Kartendienst Here verkauft und sich komplett auf das Ausrüsten von Telekommunikationsnetzen konzentriert. Dafür übernahm Nokia nicht nur komplett das Geschäft des langjährigen Partners Siemens, sondern kaufte auch den Konkurrenten Alcatel-Lucent. Suri rückte vor gut zehn Jahren an die Spitze der Netzwerksparte und führt seit 2014 auch den gesamten Konzern. Das Netzausrüstergeschäft ist umkämpft. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia spüren den Preisdruck von chinesischen Konkurrenten wie Huawei und ZTE. Nokia agierte zuletzt eher glücklos und schloss das vergangene Jahr mit einem mageren Gewinn von 7 Mio. € ab – nach einem Verlust von 340 Mio. € 2018. Eine deutliche Verbesserung hatte Suri angesichts hoher Kosten für die weitere Entwicklung von 5G-Technik erst zum kommenden Jahr in Aussicht gestellt. Die Anleger verlieren die Geduld: Nach einer Prognosesenkung im Oktober verlor das Unternehmen an einem Tag fast ein Viertel seines Werts. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete vergangene Woche, Nokia prüfe strategische Optionen, vom Verkauf von Firmenteilen bis hin zu einer Fusion.

Vattenfall Deutschland

Der Deutschlandchef des Energieversorgers Vattenfall, Tuomo Hatakka, wird zum Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Ein Nachfolger des dann 64-Jährigen stehe noch nicht fest, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Suche solle noch vor dem Sommer beginnen. „Tuomo Hatakka arbeitet seit 18 Jahren in verschiedenen leitenden Positionen bei Vattenfall“, hieß es. Neben seiner Rolle als Deutschlandchef ist er auch Leiter des Wärmegeschäfts in Deutschland, Schweden und Großbritannien sowie Mitglied des Gesamtvorstands der europaweiten Vattenfall-Gruppe.

DGB

Die bisherige Grünen-Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag, Anja Piel, ist in den Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gerückt. Piel wurde am Mittwoch vom Bundesausschuss in das Gremium gewählt, wo die 54-Jährige Annelie Buntenbach ablöst, wie der DGB in Berlin mitteilte. Die 65-jährige Buntenbach, ebenfalls Mitglied der Grünen und seit 2006 im DGB-Vorstand, scheidet aus Altersgründen aus. Piel führt die Grünen-Fraktion im Landtag in Hannover seit sieben Jahren. 2018 hatte sie sich um den Bundesvorsitz der Grünen beworben und war Annalena Baerbock unterlegen.

Fernstraßen-Bundesamt

Die Präsidentin des neuen Fernstraßen-Bundesamtes (FBA), Doris Drescher, ist am Dienstag in Leipzig offiziell in das Amt eingeführt worden. Drescher (56) hat den Posten am 1. März angetreten. Die Juristin bezeichnete den Chefposten in der neuen Bundesbehörde als reizvoll: „Als ich von dem Amt erfahren habe, dachte ich, dass es genau für mich gemacht ist“, sagte Drescher. Die 56-Jährige hatte vorher das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr geleitet. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nannte die Gründung des Fernstraßen-Bundesamtes mit Hauptsitz in Leipzig einen großen Schritt. Er erhoffe sich für die Zukunft die Erschließung der Lausitz und anderer Regionen, die wegen des Kohleausstiegs vom Strukturwandel betroffen sind. Rund 250 neue Jobs entstehen durch die Neugründung. Die Behörde hat noch Außenstellen in Bonn, Gießen und Hannover. Von Januar nächsten Jahres an wird die Verwaltung der Autobahnen in Deutschland neu organisiert. Um Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung wird sich dann die Autobahn GmbH des Bundes kümmern. Das Fernstraßen-Bundesamt übernimmt nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums die Fach- und Rechtsaufsicht.

Harley-Davidson

Der Chef der kriselnden US-Motorradikone Harley-Davidson, Matt Levatich, hat seinen Hut genommen. Als Nachfolger ernannte das Unternehmen zunächst den früheren Chef des deutschen Sportartikelherstellers Puma, Jochen Zeitz. Zeitz sitzt schon seit 2007 im Aufsichtsrat von Harley-Davidson. Er soll den Spitzenjob aber nur vorübergehend übernehmen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. „Der Verwaltungsrat und das Führungsteam von Harley-Davidson werden bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef eng zusammenarbeiten“, kündigte Zeitz an. Der 56-jährige deutsche Topmanager hatte 1993 im Alter von nur 30 Jahren als damals jüngster Vorstandsvorsitzender einer deutschen Aktiengesellschaft den Chefposten bei Puma übernommen und den Adidas-Rivalen in seiner 18-jährigen Amtszeit von einem maroden Unternehmen zu einem Konzern mit Milliardenumsatz aufgebaut. Levatich war 1994 zu Harley-Davidson gekommen und im Mai 2015 zum Vorstandschef befördert worden. Seine Amtszeit war von einer tiefen Krise geprägt, die Verkäufe auf dem US-Heimatmarkt sanken 2019 das fünfte Jahr in Folge. Auch international laufen die Geschäfte schon länger nicht mehr rund. Harley-Davidson ächzt unter dem von der US-Regierung angezettelten Handelsstreit mit China und der EU, der zu hohen Einfuhrzöllen auf die Produkte des Herstellers geführt hat.

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