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Donnerstag, 21. Februar 2019

Forschung und Entwicklung

Technologies to watch

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Foto: P3 telehealthcare GmbH

Medizintechnik

Die Eintreffzeiten von Ersthelfern und Notärzten verschlechtern sich von Jahr zu Jahr. Oft werden Notärzte unnötig losgeschickt und fehlen dann umgekehrt dort, wo sie wirklich gebraucht werden – ein Dilemma. In Aachen ist das analoge System im Rettungswagen nun Geschichte. Dort sind alle Einsatzfahrzeuge mit einem digitalen Funk unterwegs. Die Sanitäter sind mit einer Leitstelle vernetzt, die 24 Stunden, sieben Tage die Woche von Notärzten besetzt ist. Aachen ist die erste Kommune, die ihre Sanitäter digital unterstützt.

Das System aus digitaler Kommunikationstechnologie und geschulten Notfallmedizinern am Tele-Notarztarbeitsplatz verkürzt das therapiefreie Intervall – also die Zeit, in der der Patient nicht behandelt werden kann. In der Rettungsstelle laufen die vom Telenotarzt dokumentierten Daten weit vor dem Eintreffen des Patienten ein. Das erleichtert die Triage, also die Einstufung des Patienten und seiner Symptome nach Schweregrad und entsprechendem Behandlungsbedarf.

Die digitale Einsatzdokumentation erlaubt dabei eine leitliniengerechtere, von den Fachgesellschaften empfohlene Versorgung. Und die Arbeitsweise schont wertvolle Ressourcen in der Rettungskette. Die Zahl der Notarztfahrten sinkt erheblich. Und die Bindungsdauer der Notärzte an einen Fall verkürzt sich radikal.

 Matthias Lehmphul


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