Produktion 27. Feb 2020 Von Stefan Asche

Das richtige 3-D-Druck-Verfahren

Bei welchen Teilen lohnt sich die additive Fertigung? Welche Technologie sollte gegebenenfalls genutzt werden? Welches Material? Eine neue Software liefert Antworten.


Foto: panthermedia.net/EvgeniyShkolenko

Das Spezialchemieunternehmen Evonik präsentiert seine erste Software für den 3-D-Druck. Das Tool hilft Herstellern Kosten zu sparen, indem sie den richtigen additiven Fertigungsprozess auswählt, abhängig von der Geometrie, dem Material und der finanziellen Analyse des zu konstruierenden Bauteils. Außerdem werden Vorlaufzeiten ermittelt. Die neue Software wurde von Castor entwickelt, einem israelischen Start-up, in das Evonik Venture Capital Ende 2019 investiert hat.

„Durch die Software wird der großflächige Einsatz des 3-D-Drucks im kommerziellen Maßstab möglich“, sagt Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik. „Dadurch erhalten wir bessere Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden, um neue Ready-to-use-Materialien zu entwickeln.“

Intelligenz und 3-D-Druck in Kombination

Evonik hat seine Expertise im Bereich 3-D-Druck-Materialien eingebracht und Castor dabei unterstützt, die Software als Plattform für alle Branchen zu etablieren. Das Spezialchemieunternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von 3-D-Druck-Materialien. Mit der auf Castor-Technologie basierten Software von Evonik haben Kunden die Möglichkeit, Bauteile zu identifizieren, die mit Materialien wie Hochleistungspolymer-Pulvern und Filamenten gedruckt werden könnten. Evonik bietet zudem eine breite Palette von Additiven an, mit denen die Materialeigenschaften verändert werden können, etwa um Fließeigenschaften zu verbessern oder das fertige Teil robuster zu machen.

„Die Vorstellung der neuen Software von Evonik, die auf Castor-Technologie basiert, ist ein wichtiger Schritt beim Ausbau unseres Produktportfolios. Wir sind begeistert von der Möglichkeit, die Partnerschaft mit Evonik festigen zu können, und freuen uns darauf, unsere Vision zu realisieren, die Zahl der Hersteller von Endanwendungsteilen mittels additiver Fertigung zu erhöhen“, so Omer Blaier, CEO von Castor.

Potenzial der additiven Fertigung vollständig nutzen

Die Software des Start-ups ist eine Ergänzung zu CAD-Lösungen (Computer Aided Design). Kunden können mithilfe ihrer vorhandenen CAD-Datei große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren lassen. Die Software führt eine umfassende technische und wirtschaftliche Analyse durch. So lässt sich ermitteln, ab wann Additive Manufacturing gegenüber traditionellen Herstellungsmethoden wirtschaftlich ist. Anhand einer Kostenanalyse kann der Kunde dann entscheiden, ob der 3-D-Druck eine für ihn geeignete Fertigungsmethode ist, die Kosten und Zeit spart.

Castor mit Sitz in Tel Aviv wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet. Kunden sind Maschinenbauer aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und der Logistik, die bislang traditionelle Produktionsmethoden wie Spritzguss anwenden.

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