Dieselöl am Nordpolarmeer 08. Jun 2020 von dpa/Bettina Reckter

Aufräumarbeiten nach Leck kommen nur langsam voran

Die Natur am Nordpolarmeer wird von Tausenden Tonnen ausgelaufenen Dieselöls bedroht. Seit Tagen sind russische Spezialisten im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern. Grund für die Katastrophe sollen der Klimawandel und die lasche Handhabung der Sicherheitsmaßnahmen sein.


Foto: panthermedia.net/kotomiti

Nach dem Austreten riesiger Mengen Brennstoff hat Russland nun weitere Spezialisten zu Aufräumarbeiten ans Nordpolarmeer geschickt. Wie der Zivilschutz der Region mitteilte, seien zudem spezielle Lastwagen im Einsatz, die in dem unwegsamen Gelände besser zurecht kämen. Etwa zwei Wochen soll die erste Reinigung der verschmutzten Naturgebiete dauern. Ende Mai waren durch ein Leck in einem Kraftwerk nahe der Industriestadt Norilsk rund 21 000 t Diesel ausgetreten. Die Natur werde Jahre brauchen, um sich zu erholen, schätzen Experten.

Ölsperren sollen Ausbreitung der Giftstoffe vermeiden

Erst rund 330 t Diesel hatten die Einsatzkräfte bis zum Wochenende beseitigt. Insgesamt geht es um 14 000 m² verunreinigten Boden sowie den stark betroffenen Fluss Ambarnaja und seine Nebenarme. Um die Schäden genauer abschätzen zu können, sollen nun weitere Boden- und Wasserproben entnommen werden.

Allerdings erschwert starker Wind die Reinigungsarbeiten. Es wird befürchtet, dass er den ausgetretenen Brennstoff weitertreiben könnte. Derweil sagte die Leiterin der Umweltaufsicht, Swetlana Radionowa, der Agentur Tass, die Ausbreitung der Giftstoffe sei durch spezielle Ölsperren verhindert worden.

Permafrostboden auch in der Tiefe aufgetaut

Nach ersten Ermittlungen wurde im Kraftwerk des Unternehmens Nornickel, eines der weltweit größten Nickelproduzenten, ein Tank beschädigt, als Stützen des Fundaments im Boden absackten. Dadurch seien Risse am Tank entstanden. Als Ursache vermutet man das Auftauen des Permafrostbodens auch in der Tiefe, das durch die überdurchschnittlich hohen Temperaturen in Sibirien verursacht worden sei.

„In Zeiten des globalen Klimawandels ist dieses Problem charakteristisch für die Arktische Zone“, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. In der Folge würden die Bauten in Sibirien zunehmend an Stabilität verlieren. Wichtig sei es deshalb, regelmäßige Kontrollen der Kraftwerke und genauere Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen.

Stärkere Kontrollen gefordert

Auch die russische Umweltchefin Radionowa verlangte stärkere Kontrollen der Unternehmen an ihren Kraftwerken: „Ich denke, dass der Unfall in Norilsk alle zum Nachdenken bringen wird.“ In Zukunft müssten Standards und Umweltanforderungen genauer erfüllt werden. Mittlerweile sei der Kraftwerksleiter festgenommen worden, die Ermittlungen laufen.

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