Automation als Lösung 03. Jul 2020 Von Martin Ciupek

Corona erhöht Interesse an kollaborierenden Robotern

Positiv überrascht zeigt sich Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots, von der Kreativität der Anwender. Während klassische Anwenderbranchen wie der Automobilbau ihre Produktion runterfahren mussten, erlebe die Robotik in der Medizin- und Lebensmittelbranche gerade einen Schub. Einfache Lösungen seien dazu der Schlüssel.

Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots.
Foto: Universal Robots

Jürgen von Hollen hat derzeit gut lachen. „Das muss man sich mal vorstellen: Die Hauptkundengruppe rund ums Automobil ist kurzzeitig nahezu komplett ausgefallen und plötzlich steigt die Nachfrage aus anderen Bereichen, in denen Roboter bisher kaum ein Thema waren“, sagt der Präsident des dänischen Roboterherstellers Universal Robots im Interview mit den VDI nachrichten. Insofern beschleunigt das Corona-Virus einen Prozess, den Europas Roboterhersteller schon seit vielen Jahren verfolgen und 2005 mit dem EU-Förderprogramm „SMErobot“ erstmals klar definierten. „Wir bringen den Roboter zum Mittelstand“, sagte damals Projektkoordinator Martin Hägele vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart damals zum Projektstart.

Zeitgleich haben seitdem Europas führende Roboterhersteller und Forschungsinstitute an entsprechenden Lösungen gearbeitet – parallel zum 2005 gegründeten Start-up Universal Robots. Jetzt können sie davon profiteren, dass der Automatisierungsbedarf in Branchen wie der Medizin-, Pharma- und Lebensmittelindustrie deutlich steigt. Grund dafür ist für von Hollen auch, dass es für Unternehmen inzwischen viel leichter geworden ist, Roboter einzusetzen. „Weil die Technologie so einfach ist, brauchen sie nur wenig Zeit von der Entwicklung eines Prototypen zum Produkt“, berichtet er. Damit meint er nicht nur die Bedienschnittstellen und integrierten Bildverarbeitungssysteme, sondern auch nutzbringende Onlineplattforen, auf denen Lösungen konfiguriert werden können oder spezialisierte Systemanbieter zu finden sind.

Wettbewerb schafft mehr Aufmerksamkeit

Dass es inzwischen immer mehr Wettbewerber gibt, die Roboter für die Interaktion mit Menschen anbieten, sieht von Hollen positiv. „Jeder Wettbewerber verschafft kollaborierenden Robotern zusätzliche Aufmerksamkeit“, stellt er fest. Zudem sei der Markt für potenzielle Anwendungen sehr groß. Hinsichtlich der Größe der Systeme und den Traglasten möchte er dabei gar nicht mit den etablierten Herstellern konkurrieren. Für die Mensch-Roboter-Kollaboration im engeren Sinne sieht er für Universal Robots das Maximum bei Traglasten von 20 kg. Bei der Differenzierung setzt er vor allem auf die von seinem Unternehmen entwickelte Plattform UR+. Selbst für Start-ups sei es schwierig, eine solches Partnernetzwerk als Onlineplattform aufzubauen, zeigt er sich selbstbewusst.

Tags: Robotik

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