Elektromobilität 19. Mai 2021 Von Regine Bönsch Lesezeit: ca. 1 Minute

Elektroautos: Der Kauf will geplant sein

Der VDI wird morgen zum Deutschen Ingenieurtag Verbrauchertipps für das Kaufen und Laden von Elektroautos herausbringen. Eine kleine Broschüre mit viel Gehalt.

Wallboxen in Tiefgaragen: Wer ein Elektroauto kauft, sollte vorher über die Ladepunkte nachdenken. In gemeinsamen Garagen kann das immer noch schwierig und teuer werden. Foto : PantherMedia / chesky_w

Wer ein Häuschen nebst Carport oder Einzelgarage sein Eigen nennt, ist im Vorteil. Er oder sie darf gleich weiterrutschen zum Feld „Auto aussuchen“. Wer sich dagegen gemeinsam mit einer Eigentumsgemeinschaft eine größere Tiefgaragenanlage teilt, sollte damit rechnen, dass es etwas komplizierter wird. Die Rede ist von der Installation einer Wallbox für ein kommendes E-Autos. Zwar hat das neue Wohnungseigentumsgesetz einen Rechtsanspruch auf das Einrichten einer Ladeinfrastruktur beschlossen – für Eigentümer und Mieter –, aber Achtung: Die Eigentumsgemeinschaft muss zustimmen, im Notfall die Kosten der Mieter tragen – auch die für den Rückbau.

Fahrzeugklassen und Modelle

Was wie ein Monopoly-Spiel der Elektromobilität klingt, sind Verbrauchertipps des VDI, die sich seit gestern nachlesen lassen. Die Tipps sollen als Planungshilfe beim Kauf und Laden von Elektroautos dienen. Wie unterscheiden sich Fahrzeugklassen und Modelle? Wie lässt sich die Reichweite meines künftigen Elektroautos errechnen? Wie die Ladedauer der Batterie?

Die Experten des VDI wissen: Viele Menschen interessieren sich aktuell für Elektrofahrzeuge. Zumal es jede Menge von Anreizen in Form von Zuschüssen und Steuererleichterungen gibt. Sie haben aber auch jede Menge Bedenken – gerade, wenn es um die Ladeinfrastruktur zu Hause, aber auch unterwegs geht. Was hilft, sind Informationen. Oder anders gesagt: Die Anschaffung eines Elektroautos will geplant sein.

Wissen hilft gegen die Bedenken

Das trifft erst recht auf den Betrieb einen Fahrzeugs und damit auf das große Thema Laden zu. Oder wussten Sie, dass Wallboxen über 11 kW genehmigungspflichtig sind? Dass unterwegs beim Laden mit Gleichstrom die Ladeleistung mit zunehmendem Ladezustand der Batterie deutlich abfällt? Das bedeutet u. a., dass Fahrzeuge mit kleinen Batterien sehr hohe Ladeleistungen gar nicht nutzen können.

Elektroauto sollte sich auch rechnen

Sicher, die achtseitigen Verbrauchertipps ersetzen keine gute Händlerberatung und erst recht nicht die fachgerechte Installation der Ladepunkte durch Handwerksbetriebe. Aber sie rüsten für Diskussionen im Autohaus oder bei den Stadtwerken. Denn schließlich sollte sich ein E-Auto auch rechnen und Käufer wie Käuferinnen möglichst genau wissen, was da auf sie zukommt – organisatorisch wie finanziell.

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