Wieder Streit in Stuttgart 15. Jan 2020 Von dpa/kur

Bahn und Gegner streiten ausgiebig über den Abstellbahnhof

Wenige Hundert Meter vom verlassenen Güterbahnhof in Untertürkheim entfernt debattieren Bahn und Kritiker über die Pläne zum neuen Abstellbahnhof in dem Stuttgarter Vorort. Das Areal ist eines der wichtigsten Projekte von Stuttgart 21 – und noch nicht genehmigt.

Baustelle des neuen Stuttgarter Bahnhofs.
Foto: Fabian Kurmann

Darf der alte Güterbahnhof in Untertürkheim zu einem der zentralen Teile des Bahnprojekts Stuttgart 21 umgebaut werden? Die Bahn plant das Areal fest als Abstellbahnhof für das milliardenschwere Bauvorhaben ein, Gegner kritisieren dagegen die Lärmbelastung und den mangelnden Artenschutz. Auf einem Erörterungstermin unter Leitung des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart haben beide Seiten am Mittwoch Argumente ausgetauscht. Nach RP-Angaben sind 370 Einwendungen und 40 Stellungnahmen zum Neubau eingegangen.

Insgesamt sind bis zu zwei Tage zur Erörterung vorgesehen. „Eine Annäherung oder Einigung wird uns aber allenfalls in einzelnen Fragen gelingen können“, dämpfte RP-Abteilungsleiterin Gertrud Bühler zum Auftakt die Erwartungen. Gegner des Projekts nutzten den Auftakt der Erörterung vor allem, um ihre starken Zweifel an Leistung und Sicherheit des geplanten Tiefbahnhofs und dessen Zuläufe erneut zu formulieren.

Wichtiger Teil des Ringkonzepts in Stuttgart

Auf der Fläche des alten Güterbahnhofs und auf insgesamt mehr als 9 km Gleisen sollen künftig Züge abgestellt, gewendet und gereinigt werden. Der Bahnhof ist ein wichtiger Teil des sogenannten Ringkonzepts, das den milliardenschweren neuen Tiefbahnhof in Stuttgart zum Durchgangsbahnhof macht. Allerdings fehlt für den Bau noch die Genehmigung.

Anwohner fürchten vor allem die ihrer Ansicht nach zunehmende Lärmbelästigung. Auf dem Gelände leben zudem Tausende Mauereidechsen, die aufwendig umgesiedelt werden müssten. Nach Angaben der Bahn stehen aber nur für etwa die Hälfte Ersatzflächen zur Verfügung.

Umweltschutzverbände drohen mit Klagen

Mit einer Entscheidung des Eisenbahnbundesamts über das Projekt wird nicht vor Ende des Jahres gerechnet. Umweltschutzverbände haben bereits mit Klagen gedroht, sollte die Bahn ihre Pläne durchsetzen können.

Das Projekt Stuttgart 21 steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Es soll dazu beitragen, die Reisezeiten im Fern- und im Regionalverkehr erheblich zu verkürzen. Inklusive aller Brücken und Zubringertunnel zum neuen Tiefbahnhof in Stuttgart soll das Projekt nach letzten Schätzungen 8,2 Mrd. € kosten. Im Finanzierungsvertrag waren im Jahr 2009 noch 4,5 Mrd. € festgelegt worden.

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