Digitale Technik im Dienste der Menschen 06. Feb 2020 Von Fabian Kurmann, Stephan W. Eder und Peter Kellerhoff

Kopfsache Smart City

Die intelligente Stadt ist keine Frage der Technik allein. Sie muss auch in den Köpfen der Menschen ankommen. Nur so funktioniert es.


Foto: PantherMedia/Rewat/Kheng Ho Toh

Das Dilemma scheint vorprogrammiert – eine stetig zunehmende Urbanisierung blutet ländliche Räume aus. Genau dieser Trend macht den Städten das Einhalten strenger Emissionsgrenzwerte immer schwerer. Zusätzlich sollen Städte die steigende Zahl an Menschen und Elektrofahrzeugen mit Energie versorgen.

„Smart City“ ist ein Konzept, das dies alles unter einen Hut bringen soll. Zu den Voraussetzungen zählen neben digitaler Technik vor allem zwei Dinge: eine hohe Akzeptanz bei allen Akteuren und die Fähigkeit, einen digitalen Zwilling der Stadt aufzusetzen. Dieser ermöglicht, Verkehrsströme in Echtzeit zu orchestrieren, so Emissionen zu minimieren und die Lebensqualität zu erhöhen. Er kann als Einnahmequelle dienen und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

Digitale Lösungen sind keine Selbstläufer

Doch bei der Einführung von Smart-City-Konzepten in die Praxis müssen die Menschen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund stehen. „Alles steht und fällt damit, ob die Digitalisierung im Dienste der Bevölkerung erfolgt. Und damit, wie sie die Digitalisierung dann bewertet“, mahnt Jens Libbe, der den Bereich Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen beim Deutschen Institut für Urbanistik leitet.

Digitale Lösungen sind keine Selbstläufer, das zeigt auch die Studie „Automatisiertes Fahren in der Smart City“, die der VDI Mitte Dezember vorstellte. „Wir benötigen Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerdialoge und Beteiligungsmöglichkeiten – Bürgerinnen und Bürger müssen aktiv bei der Ausgestaltung der Mobilität in der Smart City eingebunden werden“, plädiert VDI-Präsident Volker Kefer.

Menschen mitnehmen statt verordnen

Andere Länder, andere Sitten, das gilt gerade auch für die Smart City: Während in China die urbane Digitalisierung von oben verordnet wird, geht Deutschland einen demokratischen Weg. Der europäische Ansatz, die Menschen mitzunehmen, ist rein technologisch betrachtet langsamer. Dafür könnte er aber nachhaltiger sein.

Den Fokus „Smart City“ finden Sie im aktuellen E-Paper der VDI nachrichten.

Stellenangebote

HTW Berlin

Stiftungsprofessur (W2) Fachgebiet Industrielle Sensorik und Predictive Maintenance 4.0

Berlin
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach

Lehrbeauftragter (m/w/d)

Mosbach
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach

Professur für Mechatronik (m/w/d)

Mosbach
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) Network Communication

Cham
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) Technologien und Prozesse in der Additiven Fertigung

Cham
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) Energieinformatik

Deggendorf
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Professur (W2) Produktionstechnik - Produktionssysteme

Nürnberg
Technische Hochschule Deggendorf

Professor (d/m/w) Network Communication

Deggendorf
Technische Hochschule Deggendorf

Professor (d/m/w) Technologien und Prozesse in der Additiven Fertigung

Deggendorf
Hochschule München

W2-Professur für Mathematische Methoden und Grundlagen (m/w/d)

München
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Top 10 aus der Kategorie Bau