Kantigeres Design 14. Okt 2020 Von dpa/Peter Kellerhoff

Das iPhone 12

Die neuen Modelle des iPhone 12 sind fit für den Mobilfunkstandard 5G gerüstet.


Foto: Apple

Apple macht das iPhone 12 und iPhone 12 Pro fit für 5G – das bedeutet: Unter perfekten Bedingungen seien damit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gbit/s erzielt worden, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das Apple-Telefon bekam nach drei Jahren auch ein verändertes Design – es ist wieder etwas kantiger, wie zuletzt die iPhone-5-Modellreihe. Erstmals werden die Telefone ohne Ladegerät und Ohrhörer in der Verpackung verkauft.

Einsparung von Kohlenstoffemissionen

Der Verzicht auf Ladegerät und Ohrhörer wird laut Apple jährlich einen Ausstoß von 2 Mio. t Kohlenstoffemissionen vermeiden – das entspricht nach einer Rechnung aus Cupertino der Belastung durch 450 000 Autos. Dabei berücksichtigt der Konzern auch, dass durch die kleinere und leichtere Verpackung 70 % mehr Kartons pro Palette befördert werden könnten. Das separate Ladegerät kostet gut 24 €.


Foto: Apple

Kantigeres Design

Das iPhone 12 Pro gibt es wie bisher in zwei Größen – die Bildschirme sind aber nun noch etwas erweitert worden. Von 5,8 Zoll auf 6,1 Zoll beim kleineren Modell und von 6,5 Zoll auf 6,7 Zoll beim Pro Max. Den Startpreis beließ Apple bei 1120 € bzw. 1217 € für die größere Version.

Als Standardversion gibt es neben dem iPhone 12 mit dem 6,1-Zoll-Display (876 €) nun auch ein Mini-Modell mit einem 5,4 Zoll großen Bildschirm (780 €). Andere Anbieter wie Samsung schneiden ihre Modellreihen ähnlich zu.

Mehr Abgrenzung zwischen den Modellen

Apple treibt zugleich die Abgrenzung zwischen einem Standard-iPhone und der Pro-Version mit mehr Technikinnovationen voran. Schon bisher hatten die teureren Pro-Geräte unter anderem mit einem Teleobjektiv eine Kamera mehr. Beim iPhone 12 Pro setzte Apple zusätzlich eine Bildstabilisierung um, bei der statt der Objektivlinsen der Sensor schwankt, um Erschütterungen auszugleichen. Die Pro-Modelle können auch besonders kontrastreiches Video mit HDR-Technologie (High Dynamic Range) aufnehmen und bearbeiten. Für Fotografen entwickelte Apple ein eigenes RAW-Format, das für Profis wichtige reichhaltige Lichtinformationen mit Softwarebildbearbeitung verbindet.

Das iPhone 12 Pro und das iPhone 12 Pro Max3 haben große Super-Retina-XDR Displays.
Foto: Apple

Lidar an Bord

Die Pro-iPhones bekamen – wie zuvor schon das iPad Pro – einen Laserradar (Lidar), der unter anderem für sogenannte erweiterte Realität (Augmented Reality) nützlich sein kann. Dabei werden auf dem Bildschirm digitale Inhalte mit der realen Umgebung vermischt.

Display deutlich widerstansfähiger

Das Displayglas des iPhone 12 soll dank Nanotechnologie deutlich widerstandsfähiger sein als bisher, wie Apple ankündigte. So sei es viermal wahrscheinlicher, dass das neue Glas Stürze unbeschadet überstehe. Ein neues Objektivsystem soll die Qualität von Fotos bei schlechten Lichtbedingungen verbessern – darüber hinaus werden die Bilder wie inzwischen üblich durch Software aufgebessert.

Schub für Mobilfunkstandard 5G

Bislang ist das 5G-Netz in Deutschland noch nicht sehr ausgebaut, doch der Ausbau der 5G-Netze hat im Sommer insbesondere bei Vodafone und der Deutschen Telekom Fahrt aufgenommen. Zuletzt nahm auch Telefónica Deutschland mit seinem O2-Netz erste 5G-Stationen in Betrieb. Nur der vierte 5G-Lizenznehmer in Deutschland, 1&1 Drillisch, wartet noch ab.

In der Telekommunikationsbranche gibt es die Hoffnung, dass der Einbau von 5G-Modems in die iPhone-Modellpalette einen Schub für die breitere Nutzung der Technologie durch Verbraucher geben könnte. Das in der Keynote genannte 5G-Spitzentempo von 3,5 Gbit/s wird in deutschen 5G-Netzwerken im Alltag aber wohl nicht erreicht werden. Experten rechnen eher mit Spitzengeschwindigkeiten von 1 Gbit/s im „Highband“ (3,5 GHz) und der Hälfte im „Midband“ (1,8 GHz). Den Spezifikationen zufolge unterstützt das iPhone 12 auch das 700-MHz-Band, das von Vodafone vor allem in ländlichen Gegenden eingesetzt wird.

Verzögerung durch Corona

Die neue Generation der Apple-Telefone war wegen der Corona-Krise nicht wie sonst üblich im September präsentiert worden. Im Frühjahr, als eigentlich eine enge Abstimmung mit den Zulieferbetrieben in China notwendig war, konnten die Apple-Ingenieure nicht nach China fliegen. Außerdem waren die Produktionsstätten von Foxconn und anderen Apple-Partnern wochenlang gesperrt.

Um das iPhone mit dem schnelleren 5G-Datenfunk ausstatten zu können, musste Apple rechtliche Hürden aus dem Weg räumen. Nach einem langen Patentkonflikt mit dem Modemspezialisten Qualcomm konnte der iPhone-Hersteller eine außergerichtliche Einigung erzielen.

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