Frankfurter Buchmesse nur virtuell 13. Okt 2020 Von Regine Bönsch

E-Books in Corona-Zeiten immer beliebter

Die weltgrößte Show rund ums Buch wird heute in Frankfurt eröffnet – allerdings nur im Netz. Bücher konnten nur teilweise von der Pandemie profitieren.


Foto: panthermedia.net /maxxyustas

Wenn heute Abend die Buchmesse in Frankfurt (14. 10. bis 18. 10.) eröffnet wird, dann dürfte es sich um eine Special Edition der besonderen Art handeln. Hatten die Macher doch geplant, zumindest Teile des großen Spektakels rund ums Buch real stattfinden zu lassen, so haben das steigende Corona-Zahlen zunichtegemacht. Frankfurt ist Risikogebiet, und damit stand fest: Diese Buchmesse wird eine virtuelle Veranstaltung.

Doch wer dachte, der klassische Buchumsatz könne von der Pandemie profitieren, der musste eines Besseren belehrt werden. Bis August 2020 lag er um 5,8 % unter dem des Vorjahreszeitraums. Direkt nach dem Lockdown waren die Zahlen noch schlechter: Von Januar bis Mitte April lag der Umsatz 14,9 % unter dem des Vorjahreszeitraums. Besonders betroffen war der Buchhandel vor Ort.

Buchhandel holt Umsatzrückgang auf

Erst seitdem die Läden wiedergeöffnet hatten, habe die Nachfrage angezogen, erklärt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Seit Juni sollen die Umsätze jeweils über denen der Vorjahresmonate gelegen haben. „Somit kann der Buchhandel den Umsatzrückstand Monat für Monat verkleinern. Das Buch erweist sich als krisenfest.“

Das gedruckte Buch ist nach wie vor sehr weit verbreitet: Acht von zehn Bundesbürgern (81 %) greifen zumindest hin und wieder zu Büchern aus Papier. Jeder Sechste (16 %) allerdings liest weder gedruckte Bücher noch E-Books. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom.

30 % aller Bundesbürger lesen digital

Das Lesen von E-Books ist im Pandemiejahr 2020 beliebter geworden. Drei von zehn Bundesbürgern ab 16 Jahren lesen digitale Bücher – in den fünf Vorjahren lag die Nutzerzahl jeweils bei einem Viertel (23 % bis 26 %). Vier von zehn Nicht-Nutzern können sich zudem vorstellen, künftig E-Books zu lesen. „In der Corona-Krise haben E-Books neue Fans gewonnen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Wenn gewohnte Freizeitaktivitäten wegfallen, bleibt mehr Zeit zum Lesen – und Ausprobieren. Aber das gedruckte Buch lässt sich vom E-Book nicht verdrängen.“

Dabei ist das Schmökern in digitalen Formaten längst im Alltag angekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kauften 6,5 Mio. Menschen in Deutschland im Jahr 2019 mindestens ein E-Book. Das waren rund 9 % der Bevölkerung ab zehn Jahren. Die Zahl der E-Book-Leserinnen und -Leser in Deutschland hat gegenüber 2017 um 12 % zugenommen.

Skalierbare Schriftgröße und neuer Lesestoff

Beliebtestes Ausgabegerät für E-Books ist der E-Reader, 82 % der Nutzer lesen damit privat oder beruflich. Das erklärt der Bitkom. Jeder Zweite nutzt dafür das Smartphone, gefolgt von Tablet-Computer (42 %), Laptop (21 %) und stationärem PC (4 %). Vor allem die Jüngeren lesen digitale Bücher: Mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen gibt dies an. Unter den 30- bis 49-Jährigen liest ein Drittel E-Books, etwas weniger sind es bei den 50- bis 64-Jährigen. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Nutzer bei 12 %.

Dabei bietet ein E-Book gerade für Senioren und Seniorinnen so manchen Vorteil: einstellbare Schriftgrößen, integrierte Wörterbücher, die Suchfunktion für markierte Textstellen – und nicht zuletzt ein geringerer Ressourcenverbrauch, hat die Bitkom-Umfrage ausgemacht. Außerdem sparten Nutzer Gewicht und Platz. Größter Vorteil, so der Branchenverband, sei aber, dass sich neuer Lesestoff schnell beziehen lasse. 80 % der Nutzer geben das an.

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