Studie des Netzausrüsters Ericsson 16. Jun 2021 Von Regine Bönsch

Westeuropa bei 5G im Rückstand

Bis Ende des Jahres werden weltweit täglich 1 Mio. neue Verträge für 5G, die fünfte Mobilfunkgeneration, abgeschlossen. Das prognostizieren Experten von Ericsson. Doch das 5G-Tempo in Westeuropa ist im Vergleich zu Nordamerika, Nordostasien und den Golfstaaten deutlich langsamer.


Foto: Regine Bönsch

Kein Zweifel: 5G wird sich zu der Mobilfunkgeneration entwickeln, die sich am schnellsten im Markt durchsetzt. Das bestätigen die Prognosen der 20. Ausgabe des „Ericsson Mobility Report“. Die Autoren erwarten bis Ende 2026 rund 3,5 Mrd. 5G-Verträge und eine Abdeckung der weltweiten Bevölkerung von dann 60 %. Das Tempo der Einführung ist jedoch je nach Region sehr unterschiedlich.

Über eine halbe Milliarde Verträge

Die Ericsson-Experten prognostizieren, dass die Zahl der 5G-Mobilfunkverträge bis Ende 2021 die Zahl von 580 Mio. übersteigen wird, angetrieben von weltweit schätzungsweise 1 Mio. neuer 5G-Mobilfunkverträge pro Tag. Europa hat bisher einen langsameren Start hingelegt und rangiert deutlich hinter China, den USA, Korea, Japan und den Märkten der Golf-Staaten.

Bis 2026 wird voraussichtlich Nordostasien mit 1,4 Mrd. 5G-Verträgen den größten Batzen der 5G-Nutzer und -Nutzerinnen ausmachen. Prozentual liegen dagegen Nordamerika und die arabischen Staaten am Golf bei der Marktdurchdringung mit jeweils 84 % bzw. 73 % vorne.

In Westeuropa dominiert aktuell LTE (4G) mit 78 % aller Mobilfunkverträge. Der 4G-Anteil werde bis zum Jahr 2026 auf 27 % wegen des Umstiegs auf 5G zurückgehen. Vor allem die Verschiebung einiger Frequenzauktionen habe Einfluss auf den Aufbau der neuen Netze. Die 5G-Durchdringung werde aber trotz des Startrückstands bis Ende 2026 rund 69 % erreichen.

Schnelle Verfügbarkeit von Geräten

Der „Ericsson Mobility Report“ von 2021 unterstreicht, dass 5G die Marke von 1 Mrd. Verträge zwei Jahre früher überschreiten wird, als dies bei LTE (4G) der Fall war. Schlüsselfaktoren dafür sind Chinas früheres Engagement für die fünfte Mobilfunkgeneration sowie die schnelle Verfügbarkeit von passenden, bezahlbaren Endgeräten. Mehr als 300 5G-Smartphone-Modelle wurden bereits angekündigt oder auf den Markt gebracht.

Die kommerzielle 5G-Dynamik werde dabei, so die Schweden, in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Sie werde vor allem durch die verstärkte Rolle der Vernetzung geprägt sein.

Eine Welt nach der Pandemie

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Leiter Networks bei Ericsson, ist überzeugt: „Wir befinden uns in der nächsten Phase von 5G, mit beschleunigten Rollouts von Netzen und einer Ausweitung der Abdeckung in Pioniermärkten wie China, den USA und Südkorea.“ Jetzt sei es an der Zeit, die Vorteile von 5G anhand von innovativen Anwendungen zu materialisieren, fordert der Vertreter des Netzwerkausrüsters. „Unternehmen und die Gesellschaft bereiten sich auf eine Welt nach der Pandemie vor, in der die 5G-gestützte Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielen wird.“

Rasantes Wachstum bei mobilen Daten

Derweil wächst der Datenverkehr Jahr für Jahr. Allein mobil stieg der globale Datenverkehr bis Ende 2020 auf satte 49 Exabyte pro Monat. Im Jahr 2026 soll er sich verfünffachen und damit auf monatlich 237 Exabyte, das entspricht 237 000 000 TByte, ansteigen. Zum Vergleich: Weltweit werden aktuell täglich über 2,5 Exabyte an Daten erzeugt.

Beim mobilen Datenverkehr entfallen 95 % auf Smartphones. Weltweit liegt die durchschnittliche Nutzung pro Smartphone mittlerweile bei über 10 GByte pro Monat. Bis Ende 2026 soll diese Zahl voraussichtlich 35 GByte/Monat erreichen.

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