Energiepolitik und Klimaschutz 20. Apr 2022 Von Hans-Christoph Neidlein Lesezeit: ca. 3 Minuten

Osterpaket: Gelege mit Kuckucksqualitäten

Mit dem sogenannten Osterpaket wollte die Bundesregierung die Energiewende wieder in Schwung bringen. Doch nicht immer gelingt das.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz sowie Vizekanzler, stellt am 6. April 2022 vor der Bundespressekonferenz die Anpassung von Energie-Gesetzen im Osterpaket des BMWK vor.
Foto: Imago Images/photothek/Thomas Imo

Auf einen Bierdeckel passt das am 6. April von der Bundesregierung vorgestellte Osterpaket nicht. Dafür ist die Materie auch viel zu komplex. Immerhin 600 Seiten umfasst die energiepolitische Gesetzesnovelle. Die Reaktionen der Branche fallen überwiegend positiv aus, wobei an etlichen Stellen Nachbesserungen eingefordert werden – und eine stärkere europäische Einbettung angemahnt wird. Entscheidend wird sein, wie rasch künftig neue Erneuerbare-Anlagen und Stromnetze gebaut werden können.

Dem Osterpaket fehlt die Verbindung zu Europa

Herzstück des Pakets ist die Verankerung des Grundsatzes, dass die Nutzung der erneuerbaren Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient. „Das ist entscheidend, um das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren zu erhöhen und die Energiesouveränität Deutschlands zu stärken“, unterstreicht Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck.

Das Osterpaket forciert vor allem den Ausbau erneuerbarer Energien – aber nicht aller

Um das Ziel, mindestens 80 % des deutschen Bruttostromverbrauchs bis 2030 aus Erneuerbaren zu decken, zu erreichen und die Stromversorgung bis 2035 nahezu vollständig erneuerbar zu machen, werden die Ausbaupfade, vor allem für Windenergie und Photovoltaik, deutlich angehoben. 22 GW Photovoltaik und 10 GW Windkraft an Land sollen jährlich neu errichtet werden, um 215 GW installierte Solarstromleistung und 115 GW Windkraft on­shore bis 2030 zu erreichen. Dazu kommen mindestens 30 GW Wind auf See. Um dem gesteigerten Stromverbrauch infolge der zunehmenden Elektrifizierung Rechnung zu tragen, wurde zudem der Brutto­strombedarf auf 750 TWh angehoben, eine Verschärfung gegenüber dem Anfang März vorgelegten EEG-Referentenentwurf.

Angebot wählen und sofort weiterlesen

  • Alle Beiträge auf vdi-nachrichten.com frei
  • 4 Wochen kostenlos
  • Monatlich kündbar

Oder werden Sie VDI-Mitglied und lesen im Rahmen der Mitgliedschaft Vn+.

Jetzt Mitglied werden
Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Volksbank eG

Abteilungsleiter (m/w/d) Gebäudemanagement, Verwaltung und Versorgung

Wolfenbüttel
Hochschule Merseburg

Professur (W2): Steuerungstechnik

Merseburg
Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)

Laboringenieur (m/w/d) für Digitale Schaltungen, Mikroprozessortechnik, Nachrichtentechnik, Elektromagnetische Verträglichkeit

Zwickau
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Betriebsmanagerin / Betriebsmanager Elektrotechnik mit Vertretung der Objektmanagementteamleitung (w/m/d)

Hannover
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet "Grundlagen der Elektrotechnik/ Elektronik und Mikrocontrollertechnik"

Esslingen am Neckar
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet "Grundlagen der Elektrotechnik / Elektronik und elektrischer Antriebssysteme"

Esslingen am Neckar
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

Professur (W2) "Produktentwicklung und Additive Fertigung"

Düsseldorf
Siegfried PharmaChemikalien Minden GmbH

Fachkraft für Anlagensicherheit (m/w/d)

Minden
Stadtwerke Leipzig GmbH

Anlagenmanager (w/m/d) Erneuerbare Energien

Leipzig
Modular Management Deutschland GmbH

Ingenieur Maschinenbau (m/w/d) als Consultant für modulare Produktarchitekturen

Frankfurt am Main
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Energie