Raum für Innovation 18. Sep 2020 Von Martin Ciupek

Reale Labore bleiben auch in Corona-Zeiten wichtig

Persönliche Kontakte sind derzeit eingeschränkt. Auf Reallabore sollte laut der Kurzstudie „Future in Innovation Labs“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart dennoch nicht verzichtet werden.


Foto: panthermedia.net/billiondigital

Als physische Räume, in denen neue Produkte, Prozesse oder Methoden entwickelt werden, sollen sogenannte Innovation Labs dienen. Sie sind ein beliebtes Mittel, um Ideen zu beflügeln und neues Denken in Unternehmen anzuregen. Doch unter Einhaltung von Abstandsregeln ist das schwer und steht im Widerspruch zum eigentlichen Zweck: der Begegnung und dem freien Austausch. Anhand von sechs Beispielen hat das Fraunhofer IAO in einer Kurzstudie die Bedeutsamkeit von physischen Innovationsräumen untersucht.

Die Wissenschaftler betrachten darin das SAP AppHaus, grip von Capgemini, das MHPLab Ludwigsburg, das AOK-Projekthaus 13, signals der Signal Iduna sowie das R+V Innovation Lab MO14. In den jeweiligen Steckbriefen fassen sie zusammen, welche unterschiedlichen Herangehensweisen es in Innovation Labs gibt. Im Innovationsraum „Der Etablierte“ wird beispielsweise schon lange mit Design Thinking kundenzentriert arbeitet; in „Der Startup Hub“ konzentriert man sich auf Kontakte nach außen und „Der Maker“ arbeitet auch mal ganz konkret im Werkstattbereich.

Vorteile der Reallabore sind unumstritten

Die Umfrage zeigt, dass die Unternehmen, die bereits mit Innovation Labs arbeiten, weiterhin klar die Vorteile der physischen Räume sehen. Selbst wenn Meetings zeitweise virtuell abgehalten werden können, sind diese für die Befragten keine wirkliche Alternative zum persönlichen Austausch, so der Tenor.

Doch was bedeutet das für die Innovation Labs? In Zukunft wird es laut den Autoren vom Fraunhofer IAO darum gehen, neuartige Konzepte zu finden und kreative Lösungen zu entwickeln. Sie denken dabei beispielsweise an hybride Lösungen, mit denen Treffen vor Ort so organisiert werden können, dass die Hygieneregeln eingehalten werden.

Anpassungsfähigkeit erproben

Da die Kurzstudie während der Corona-Pandemie entstand, zeigt sie, welchen Nutzen Innovation Labs als Leuchttürme für einen Kulturwandel hin zu agileren, kreativeren Unternehmen haben. Denn gerade jetzt ist eine gewisse Anpassungsfähigkeit für Unternehmen wichtig. Insbesondere in Innovationsräumen könnten neue Strategien sehr gut eingeübt werden. Angestoßen wurde die Studie durch die Arbeiten am momentan entstehenden „DigiTales Lab“. Damit will das Fraunhofer IAO aktuelle Technologien an seinem Forschungsbereich Digital Business erlebbar machen. Dieses soll als „Der Storyteller“ fungieren.

Die Kurzstudie kann kostenlos im Internet abgerufen werden.

Stellenangebote

Fachhochschule Kiel

W2-Professur für "Digitale integrierte Produktentwicklung"

Kiel
Hochschule Kempten

Professur (W2) Produktionssystematik

Kempten
tesa SE

Experte (m/w/d) thermisch leitfähige Polymercompounds

Norderstedt
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Professur (W2) Fluidmechanik

Regensburg
Landtag Nordrhein-Westfalen

Stellvertretende Referatsleitung in Verbindung mit der Leitung des Sachbereichs "Technische Gebäudeausrüstung (TGA)" (m/w/d)

Düsseldorf
IMS Messsysteme GmbH

Prüffeldingenieur/- techniker (m/w/i)

Heiligenhaus
IMS Messsysteme GmbH

Service- und Inbetriebnahmetechniker (m/w/i)

Heiligenhaus
IMS Messsysteme GmbH

IT-Systemadministrator (m/w/i)

Heiligenhaus
IMS Messsysteme GmbH

IT Consultant Business Applications (m/w/i)

Heiligenhaus
Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF

Geschäftsfeldleiter*in Quantensysteme (m/w/d)

Freiburg
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen der Redaktion

Top 10 aus der Kategorie Forschung