Umfrage zum Umgang mit Verpackungsmüll 26. Jun 2020 Von Bettina Reckter

Frauen und Ältere in Deutschland meist problembewusster

Auf dem Weg von einer linearen zur zirkulären Wertschöpfung sind auch Veränderungen auf dem Verpackungsmarkt nötig. Mehrere Etappen führen letztlich zum Ziel: Abfall vermeiden, wiederverwenden oder verwerten. Eine aktuelle Umfrage hat hierzu das Problembewusstsein der Deutschen und deren Bereitschaft zum Umdenken unter die Lupe genommen.


Foto: panthermedia.net/lightsource

Die repräsentative Befragung des Londoner Marktforschungsunternehmens Ipsos Mori im Auftrag der Mondi Group richtete sich an 2184 Deutsche im Alter von 16 bis 75 Jahren. Dabei stellte sich heraus, dass es wohl Frauen (32 %) etwas wichtiger als Männern (23 %) ist, ob sich eine Verpackung recyceln lässt oder nicht. Auffallend war zudem, dass die Gruppe der 55- bis 64-Jährigen (61 %) im Vergleich zu den jüngeren Befragten besonders stark auf die Verpackung eines Produkts achtet, dabei gleichzeitig aber stets auch die Qualität des Produktes mit im Blick hat.

Änderungen der Einkaufsgewohnheiten und Wechsel des Produkts

Auf die Frage nach der Bereitschaft, die persönlichen Einkaufsgewohnheiten bei Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs ändern zu wollen, gaben 59 % der Befragten an, sie würden einen Wechsel zu einer anderen Marke in Betracht ziehen, wenn bei dieser weniger Verpackungsmaterial eingesetzt würde. Frauen sind dabei mit 61 % eher bereit zu wechseln als Männer mit 57 %. „Die mit 15 % relativ geringe Quote bei den jüngeren Befragten im Alter zwischen 16 und 24 Jahren legt nahe, dass diese ihre Einkaufsgewohnheiten höchstwahrscheinlich bereits geändert haben“, sagt Stuart Gillespie von Ipsos Mori.

Jeder Zweite würde sogar den Laden wechseln, und mit 39 % gut jeder Dritte zieht in Betracht, auf ein teureres Produkt umzusteigen, wenn dieses mit weniger Verpackung auskommt als das bisher präferierte Produkt. In diesem Punkt sinkt die Wahrscheinlichkeit allerdings mit zunehmendem Alter der Befragten, jüngere scheinen eher bereit zu einem Wechsel zu sein als ältere Deutsche.

Zu viel Verpackung bei vorverpacktem Obst und Gemüse

Befragt nach der Menge an Verpackungsmaterial bei unterschiedlichen Produkten sind sich die Deutschen erstaunlich einig: Mit 65 % haben fast zwei Drittel das Gefühl, dass vorverpacktes Obst und Gemüse in viel Verpackungsmaterial steckt, 27 % meinen sogar, es sei viel zu viel Verpackung verwendet worden.

Im Gegensatz dazu sind 59 % der Meinung, dass für vorverpacktes frisches Gebäck genau die richtige Menge an Verpackung eingesetzt wurde. Übrigens gibt es wohl kein Produkt, von dem mehr als 5 % glauben, dass es mehr Verpackung nötig hätte.

Produkte aus dem Versandhandel zu stark verpackt

Und wie steht es um Non-Food-Artikel, die man online kauft? Kleidung, Schuhe, Elektronikgeräte, Bücher usw. aus dem Versandhandel halten fast zwei Drittel der Befragten für zu stark verpackt. Dabei haben Frauen häufiger als Männer das Gefühl, dass viel zu viel Verpackung verwendet wurde. Auch in diesem Punkt sind jüngere Konsumenten sensibler für die Menge als ältere. Umgekehrt verhält es sich, wenn man den Bildungsstand mit in die Betrachtung mit aufnimmt: Je höher die Schulausbildung, desto höher das Bewusstsein für die Verpackungsmisere.

Der Studie zufolge zeigen sich zwei Drittel (66%) der Deutschen zudem betroffen von der enormen Menge der für Lebensmittel und Haushaltsgegenstände verwendeten Verpackungen. Demnach sind die meisten Befragten „ziemlich besorgt“ (51%), 15 % sogar „sehr besorgt“.

Papier und Pappe als die umweltfreundlichsten Verpackungsmaterialien angesehen

Als die umweltfreundlichste Verpackung wird mit 37 % Papier angesehen angesehen, gefolgt von Glas (31 %). Kunststoff und Metall gelten am wenigsten als die umweltfreundlichsten Art der Verpackung. Junge Leute im Alter von 16 bis 24 Jahren bevorzugen Glas, mit zunehmenden Alter kommen Papier und Pappe ins Spiel. Diese favorisieren immerhin 43 % der 65- bis 75-Jährigen.

Wichtig ist dem mit 46 % Großteil der Befragten, ob die Verpackung zu 100 % recycelbar ist und ob sie selbst aus Recyclingpapier besteht. Weniger wichtig scheint es zu sein, ob das Papier aus einer nachhaltigen Holzquelle stammt.

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