Wassersport 03. Jun 2021 Von Bettina Reckter

Spaß in Wind und Wellen

Die Temperaturen von Luft und Wasser steigen allmählich, die Sommerferien sind zum Greifen nah. Wenn ein Urlaub am Meer coronabedingt endlich wieder erlaubt ist, steht einer Bootstour oder einem Ritt auf den Wellen eigentlich nichts mehr im Wege.

Solo oder als Tandem


Foto: Aaron Schmidt

Zu zweit im Urlaub, doch die bessere Hälfte will heute lieber faulenzen? Kein Problem, denn dank verschiebbarer Sitze lässt sich das Convertible Kajak von Advanced Elements sowohl als Einer- als auch als Zweier-Kajak einrichten. Der Boden des aufblasbaren Boots ist in Drop-Stitch-Bauweise gefertigt, bei dem Tausende Textilfäden die obere und untere Innenwand der insgesamt sechs Luftkammern stabilisieren. Dadurch kann das Polyestergewebe mit höherem Luftdruck aufgepumpt werden als üblich. Bug- und Heckbereich sind mit Aluminium verstärkt. Optionale Spritzdecken machen das 4,6 m lange Kajak wildwassertauglich. Belastbar bis 250 kg. Preis: ab 1272 €.

Ritt auf den Wellen


Foto: Lost Surfboards

Ein Klassiker unter den Brettern zum Wellenreiten ist das RNF ’96 von Lost. Mit der handgefertigten Entwicklung des Boards „Fisch“ hatte in den 1990er-Jahren alles begonnen. Nach seinem Vorbild werden bei Lost bis heute die Boards nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum perfektioniert. Ob kleine Brandung oder große Wellen, das Board bietet Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen Spaß, denn es erlaubt Kontrolle bei harten Carving-Kurven und ist fit fürs Hochleistungssurfen. Nose und Tail haben normalerweise die gleiche Breite von 12 Zoll.

Sicherheit geht vor


Foto: Decathlon Deutschland SE& Co. KG

Auch im Wassersport geht es manchmal rau zu. Wichtig ist deshalb eine gute Schutzausrüstung. Die Weste Wakeboard 500 ist als Aufprallschutz konzipiert, sorgt aber zudem für Auftrieb. Das Modell schmiegt sich dank seiner flexiblen Materialien gut an den Körper, lässt dabei aber ge­nügend Bewegungsfreiraum. Weiche, stoßdämpfende Schaumstoffblöcke sind zwischen je einer Lage aus Lycra und Neopren einge­bettet. Ein verstellbarer Taillengurt sorgt für den nötigen festen Sitz. Die Reißverschlusstasche nimmt Schlüssel oder z. B. einen wasserdichten MP3-Player auf. Konzipiert wurde die Auftriebsweste speziell für Wildwassersportarten. Sie entspricht der Norm EN ISO 12402–5. Preis: 79,99 €.

Aufblasen – und los gehts


Foto: Decathlon Deutschland SE & Co. KG

Kein lästiges Schleppen von sperrigem Windsurf­equipment mehr zum Strand: In Zusammenarbeit mit Tamahoo hat Decathlon Board und Segel zum Aufblasen entwickelt. Die gesamte Ausrüstung wiegt nur knapp 13 kg. Erforderlich ist allerdings eine Hochdruckpumpe. Die Mittelfinne wird ohne Werkzeug einfach arretiert, zwei Seitenfinnen sitzen in einer Schiene. Der Gabelbaum lässt sich in der Höhe einstellen. Weil Board und Segel symmetrisch aufgebaut sind, ist das Wenden wesentlich simpler als auf einem normalen Surfboard. Wird das Segel mehr zum Körper gezogen, peilt das Board die Gegenrichtung an. Preis: Board 359,99 €, Segel ab 259,99 €.

Einfach abheben


Foto: Max Matissek

Foil-Surfing liegt voll im Trend. Das Gleiten auf dem speziell geformten Flügel sorgt für ungeahnten Surfspaß. Am Anfang ist das Ganze sicher etwas gewöhnungsbedürftig, selbst Surfprofis sollten sich für die Umstellung etwas Zeit nehmen. Doch die meisten haben den Bogen schnell raus und heben einfach ab. Für einfache Upgrades sind die Flügel problemlos untereinander austauschbar. Der Freerace-Flügel von Fanatic zum Beispiel mit einem 90 cm langen Rumpf aus Aluminium und dem Heckflügel aus Carbon verleiht ausgezeichnete Roll- und Kippstabilität. Zunehmend gesellen sich Foil-Surfer nun auch unter die Wellenreiter.

Stehend übers Gewässer


Foto: Red Paddle Co

Einfach auf der Planke stehen und gemächlich über den See paddeln – für die einen ist Stand-up-Paddling (SUP) der ideale Weg zur Entspannung von einem stressigen Job, für die anderen eine willkommene Gelegenheit, in der Umgebung auf Entdeckungstour zu gehen. Das Design der aufblasbaren SUP-Boards von Red Paddle Co wurden für diese Saison aktualisiert. Das 11‘3‘‘ bietet mit seinen 813 mm Breite genügend Stabilität für Anfänger, Fortgeschrittene schätzen hingegen seine dynamische Performance bei höheren Geschwindigkeiten, obwohl es kein Race-Board ist. Das Deckpad bietet genügend Grip bis zum Heck, ein ausgeklügeltes Spanngurtsystem hält die Siebensachen an Board. Preis: ab 1199 €.

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