Digital-Gipfel 2022 09. Dez 2022 Von Uwe Sievers Lesezeit: ca. 1 Minute

Datenökonomie Schwerpunkt beim diesjährigen Digital-Gipfel der Bundesregierung

Bei der Digitalisierung ist Deutschland ins Hintertreffen geraten. Wortstark präsentieren Regierungsvertreter beim diesjährigen Digital-Gipfel Ideen und Vorhaben, um das zu ändern.

Die Bundesregierung will „das Potenzial von Daten aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft besser für Innovationen nutzen“. Da gibt es in Deutschland noch manches zu tun, wurde auf dem heute zu Ende gehenden Digital-Gipfel 2022 in Berlin deutlich.
Foto: PantherMedia / Yuri Arcurs

Daten, Daten, Daten, so könnte man die Leitthemen der Eröffnungsreden von Volker Wissing und Robert Habeck zum 15. Digital-Gipfel der Bundesregierung auf den Punkt bringen. Doch die Schwerpunkte der beiden Regierungspolitiker waren sehr unterschiedlich. Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, will Daten stärker nutzen. Dazu will er den „bestehenden Rechtsrahmen handhabbarer gestalten“, wie er in seiner Rede sagte. Er forderte: „Wir brauchen eine neue Datenkultur, an der alle mitwirken“, insbesondere sollen „alle Experten einbezogen werden“.

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Unter dem Motto des diesjährigen Gipfels „Daten – Gemeinsam digitale Werte schöpfen“ diskutieren in Berlin Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie von Verbänden, wie man „das Potenzial von Daten aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft besser für Innovationen nutzen kann“. Als Beispiel nannte Bundesminister Wissing Mobilitätsdaten, die verstärkt verfügbar gemacht werden sollen, um der Wirtschaft zu ermöglichen, dafür neue Anwendungen zu entwickeln. Das könnten verbesserte Verkehrsprognosen, Leitsysteme oder Parkplatzlösungen sein.

Neue Kompetenzen für die digitale Transformation

Nötig seien für solche Entwicklungen einheitliche Datenqualitäts- und -prüfstandards, beispielsweise mittels künstlicher Intelligenz (K), erklärte Wissing. Dafür will der Minister eine zentrale Stelle schaffen. „Das soll auch Vertrauen schaffen, denn Vertrauen ist der Schlüssel für digitalen Fortschritt“, hob er hervor. Auf das nahe liegende Thema Datenschutz ging er dabei nicht ein, dafür aber auf IT-Sicherheit: „Security by Design“ und „Security by Default“ bildeten einen Schwerpunkt der neuen Datenstrategie, so Wissing. Sicherheit soll also von Anfang an mitgedacht und eingebaut werden.

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Der Verkehrsminister kritisierte außerdem die Rolle der digitalen Wirtschaft in Deutschland: „Wir belegen in der EU nur Platz 13 beim Index für digitale Wirtschaft.“ Sein ehrgeiziges Ziel lautet: „Wir wollen unter die Top 10.“

Habeck: Daten machen einen Unterschied bei der Lösung aktueller Herausforderungen

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