Video- und PC-Spiele boomen 27. Aug 2021 Von Claudia Burger

Gamescom zeigt Innovationskraft der Branche

Heute ist der letzte Tag der Kölner Spielemesse Gamescom, die in diesem Jahr wegen Corona zum zweiten Mal digital stattfindet. Rund 60 große Unternehmen nehmen teil. Dazu kommen 255 Indieentwicklerinnen und -entwickler mit ihren Games. Leitthema der diesjährigen Messe ist „Games: Die neue Normalität“.


Foto: panthermedia.net/Aleksandar Mijatovic

Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft sprachen Grußworte. Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur wies auf die Förderung der Bundesregierung für Spieleentwicklerstudios in Millionenhöhe hin. „Stand heute sind 40 Mio. € bewilligt“, sagte der Minister. Man freue sich auf weitere Anträge. Und er ergänzte: „Neben dem Finanziellen haben wir uns auch strategisch neu aufgestellt und die Kompetenzen in unserem Haus in einer eigenen Games-Einheit gebündelt. Denn ich bin überzeugt: Von der Innovationskraft der Games-Branche können wir in vielen Bereichen profitieren – sei es in Bildung, Industrie und Wissenschaft oder einfach in unserer Freizeit.“

NRW als Games-Standort Nummer eins etablieren

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung in der Bundesregierung, betonte, dass Games nicht nur als Unterhaltungsmedium eine Rolle spielen. Immer mehr Unternehmen würden ihre Produkte gamifizieren. Besonders spannend sei der Einsatz von Games in der Bildung: Das Motivierende an Spielen wirke sich direkt auf den Lernerfolg aus und zwar nicht nur bei Kindern, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung. Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, möchte Nordrhein-Westfalen als Games-Standort Nummer 1 in Deutschland positionieren.

Immer mehr Senioren spielen Video- oder Computerspiele

Rund die Hälfte der deutschen Bevölkerung spielt zumindest hin und wieder Video- oder Computerspiele – Frauen (47 %) ebenso wie Männer (53 %). Die Zahl ist im vergangenen Jahr während der Coronapandemie noch einmal gestiegen (2020: 46 %). 2,5 Mio. Menschen kamen hinzu. Das ergibt eine Befragung des Digitalverbandes Bitkom unter 1269 Personen ab 16 Jahren in Deutschland. Am meisten spielen nach wie vor die jüngeren Generationen: 81 % sind es bei den 16- bis 29-Jährigen, 67 % bei den 30- bis 49-Jährigen. Doch die Generationen über 50 holen auf: So spielen bereits vier von zehn Personen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren Video- oder Computerspiele (40 %). 2020 war es noch ein Drittel (33 %), 2019 nur ein Viertel (25 %). Auch mehr Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren verbringen zumindest hin und wieder Zeit mit Gaming (18 %). Sechs von zehn (61 %) Gamerinnen und Gamern wäre in der Coronapandemie ohne Video- oder Computerspiele nach eigenem Bekunden die Decke auf den Kopf gefallen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als sich erst 49 % entsprechend äußerten. Neben den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren (68 %) profitieren demnach besonders Seniorinnen und Senioren von dieser Art der Freizeitbeschäftigung: Aus der Gruppe 65 plus hilft Gaming zwei Dritteln (66 %) durch die Pandemie – das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2020 (33 %).

Spieldauer hat sich während der Pandemie verdoppelt

„Gaming spielt schon länger eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Doch die Bedeutung von Video- und Computerspielen ist in diesem Jahr noch mal deutlich gestiegen“, sagt Olaf May, Mitglied des Bitkom-Präsidiums. „Der Blick auf die vorliegenden Befragungsergebnisse zeigt, dass die digitale Spielewelt viel mehr ist als nur Zeitvertreib. Sie wird zunehmend zum zentralen Element, um das eigene Wohlbefinden zu steigern, in Kontakt mit anderen zu bleiben und Nähe zu finden.“ Der Coronaeinfluss macht sich auch in der Spieldauer bemerkbar. Sie hat sich während der Pandemie verdoppelt – und wird wohl auch nach Corona deutlich höher bleiben als zuvor: Nach der Bitkom-Untersuchung betrug die wöchentliche Spielzeit vor Corona im Durchschnitt fünf Stunden. Seit Beginn der Pandemie hat sich dieser Wert auf zehn Stunden verdoppelt. Auch nach der Pandemie wird nicht wesentlich weniger gespielt werden. Die Befragten gehen davon aus, dass sie nach der Pandemie durchschnittlich 8,5 Stunden pro Woche mit Gaming verbringen werden. Ein Drittel (34 %) gibt an, dass es ihnen schwerfallen wird, nach der Coronapandemie weniger Zeit mit Video- oder Computerspielen zu verbringen.

Mehr zu Trends im Gaming, den Arbeitsmarkt und Ausbildungsmöglichkeiten lesen Sie im aktuellen E-Paper der VDI-nachrichten.

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