Erste Hilfe für verteiltes Arbeiten 31. Mrz 2020 Von Jens D. Billerbeck

KIT hilft: Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Mit einem „Erste-Hilfe-Kit für Erfolgreiches Verteiltes Arbeiten“ wollen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability (KU) kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, den zurzeit erforderlichen Umstieg auf das dezentrale Arbeiten zu bewältigen.


Foto: panthermedia.net/SIphotography

Die kompakte Handreichung, die das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability (KU) gemeinsam erarbeitet haben, umfasst etliche Tipps und Empfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen, die sich derzeit zu vermehrter dezentraler Arbeit gezwungen sehen. Dazu gehören Vorschläge für eine funktionierende IT-Infrastruktur ebenso wie ein orientierendes Leitbild sowie Empfehlungen für die gelingende virtuelle Kommunikation. Auch die psychologische Dimension der Mitarbeit von zu Hause aus wird beleuchtet.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen verbindet sich derzeit mit dem von der Bundesregierung ausgerufenen Gebots des Social Distancing eine Art Crashtest ihrer Arbeitsorganisation: Binnen kürzester Zeit gilt es, den Umstieg von traditionellen Arbeitsformen auf ein Geflecht aus räumlich getrennt agierenden Kräften zu meistern. Das am Institut für Wirtschaftsinformatik und Marketing (IISM) des KIT und am Kompetenzzentrum Usability entwickelte „Erste-Hilfe-Kit für Erfolgreiches Verteiltes Arbeiten“ ist auf diese Herausforderung zugeschnitten: Auf nur vier Seiten will es einen fundierten Einstieg in das dezentrale Arbeiten bieten.

„Das Besondere an unserem Erste-Hilfe-Kit ist seine Prägnanz und seine Verständlichkeit“, erklärt Ivo Benke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IISM und Koordinator des Kompetenzzentrums Usability am KIT. „In der jetzigen Lage“, so Benke, „geht es nicht darum, eine umfängliche wissenschaftliche Studie zu veröffentlichen. Mit dem Erste-Hilfe-Kit stellen wir die Erkenntnisse, die wir aus Literaturrecherchen, aus empirischen Erhebungen sowie anhand eigener Erfahrungen gewonnen haben, den Unternehmen als Best-Practice- beziehungsweise Best-Advice-Sammlung in leichter Verständlichkeit zur schnellen Umsetzung zur Verfügung.“

Das am IISM von Ivo Benke, Nevena Nikolajevic und Alexander Mädche entwickelte Erste-Hilfe-Kit ist Teil des am Kompetenzzentrum Usability betriebenen Projekts „Social Distancing und Social Awareness“. Das KU ist eine Einrichtung der „Mittelstand-Digital“-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, digitale Technologien so zu gestalten, dass sie einfach genutzt und positiv erlebt werden können.

Hier steht das Erste-Hilfe-Paket zum Download bereit.

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