Umfrage des ZVEI 12. Dez 2018 Jens D. Billerbeck

Konsumenten schätzen moderne Technik

Smarte TV-Geräte, Streaming-Dienste und Sprachassistentenwerden immer beliebter. Und auch komplexeren Technologien mit Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) stehen die Verbraucher offen gegenüber.


Foto: panthermedia.net/Andriy Popov

Der ZVEI präsentierte heute die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zur Akzeptanz neuer Technologien. Ein Ergebnis: Verbraucher schätzen Produkte und Anwendungen, die den Alltag bereichern und erleichtern: Künstliche Intelligenz (KI) ist über drei Vierteln der Befragten ein Begriff. Junge Menschen sind dafür aufgeschlossen: Über ein Drittel (36%) der Millenials (Altersgruppe 14-34) können sich KI-Szenarien im persönlichen Alltag vorstellen. Diese Werte stehen im starken Kontrast zur Altersgruppe 55plus, in der fast die Hälfte der Befragten sich gar keine Szenarien für KI in Zukunft vorstellen kann.

Die Studie zeigt deutlich, dass die vermeintliche Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz ein begriffliches Problem ist. Denn wenn man den Studienteilnehmern konkrete Einsatzgebiete von KI mit hohem Alltagsnutzen präsentiert, zeigt sich ein anderes Bild. So begrüßen über die Hälfte aller Befragten smarte Navigationslösungen, die Routen auf Basis des Verkehrsaufkommens vorschlagen.

Sprachsteuerung auf dem Vormarsch

Auch Sprachsteuerung ist besonders bei Jüngeren auf dem Vormarsch: Während nur jeder Zwanzigste ab 55 Jahren angibt, Sprachsteuerung zu nutzen, ist es bei den Millenials jeder Fünfte (22%). Am häufigsten werden mobile Endgeräte (Smartphones und Tablet-PC) per Sprache gesteuert (54%).

Kai Hillebrandt, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Consumer Electronics, fasst die Ergebnisse zusammen: „Die Diskrepanzen zwischen Befragten ab 55 Jahren und Millennials zeigen, dass sinnvolle Innovationen gerade von jungen Menschen schnell adaptiert werden. Es ist die Aufgabe der Branche, Technologie und ihren Mehrwert greifbarer zu machen und mit konkreten Nutzungsszenarien die allgemeine Skepsis zu überwinden.“

Der Fernseher ist immer noch Nummer 1

Der Fernseher ist nach wie vor das am weitesten verbreitete Gerät der gesamten Unterhaltungselektronik: 92% der Befragten besitzen mindestens ein TV-Gerät, dicht gefolgt vom Smartphone (90%). Und obwohl der Fernseher eine deutlich längere Nutzungsdauer hat als das Smartphone, werden Innovationen im TV-Bereich schnell angenommen. Über die Hälfte nutzt hauptsächlich ein weniger als drei Jahre altes TV-Gerät, die Quote der Smart-TV liegt bei 48 % und immerhin 15 % geben an, bereits ein Gerät mit Ultra-HD-Auflösung zu besitzen.

Beim Nutzungsverhalten zeigen sich erneut Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Auf die Frage, auf welchem Gerät in den letzten vier Wochen Bewegtbildinhalte angeschaut wurden, liegen bei den 14-34-Jährigen Fernseher und Smartphone (72 bzw. 66%) fast gleichauf. In der Gruppe ab 55 Jahren werden insgesamt weniger Filme und Videos geschaut. Die TV-Nutzung liegt bei 68 %, das Smartphone wird in dieser Altersgruppe mit nur 27 % deutlich weniger zum Bewegtbildkonsum verwendet.

Steigende Akzeptanz von Streaming-Diensten

Kunden schätzen bei Streaming-Diensten vor allem die zeitliche Flexibilität. Im Schnitt gab jeder Dritte (32%) an, bereits einen kostenpflichtigen Dienst zu nutzen. Jeder zweite Millenial nutzt (52%) einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst, bei der Generation 55plus sind es nur 17 %. Eine möglichst große Auswahl an Inhalten scheint vielen jungen Leuten besonders wichtig zu sein: Knapp 40 % geben an, zwei oder mehr Dienste abonniert zu haben.

Smartphone auf dem Wunschzettel

Vier von zehn Befragten gaben an, Consumer Electronics zu Weihnachten für sich oder Andere kaufen zu wollen. Unter den zur Auswahl gestellten Geräten zeigt sich ein klarer Favorit: das Smartphone (11%). Einen Grund hierfür liefert die Studie gleich mit: Das Smartphone wird besonders von jüngeren Menschen regelmäßig als Abspielgerät für Bewegtbildinhalte genutzt.
Die Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des ZVEI durchgeführt.

 

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