Internationale Transportlogistik 02. Feb 2022 Von Wolfgang Heumer

Wege aus dem Stau gesucht

12 % aller weltweit transportierten Container stehen derzeit still: Corona sprengt die Lieferketten. In der Industrie gewinnt das Supply-Chain-Risk-Management deswegen an Bedeutung.

Einen Containerstau gibt es vor allem in chinesischen und US-amerikanischen Häfen.
Foto: panthermedia.net/Carl-Jürgen Bautsch

Es gab Zeiten, da waren Frachtschiffe vielen Firmen auch als Zwischenlager willkommen. So lange sich die Container an Bord befanden, kosteten sie weder Mühe noch Geld, lautete die Devise in den auf schlank getrimmten Just-in-Time-Produktionsabläufen. „Das damit verbundene Risiko war schon immer da“, sagt Holger Ketz, Deutschlandchef der international agierenden Logistikgruppe Kühne + Nagel (K+N), „aber Corona hat es jetzt brachial auf den Punkt gebracht.“

Staulänge wächst

Seit vielen Monaten stauen sich die Containerschiffe vor allem vor den chinesischen und US-amerikanischen Häfen. Im Vergleich zu Anfang Dezember hat sich die aus der Menge der betroffenen Standardcontainer (TEU) und der Wartezeit kumulierte Staulänge im „Global Disruption Indicator“ von K+N auf 12,2 Mio. TEU-Tage verdoppelt. Am Kiel-Institut für Weltwirtschaft bringt es der Seeverkehrsexperte Vincent Stammer auf eine kürzere Formel: „Derzeit befinden sich etwa 12 % der weltweit transportierten Container auf einem unbewegten Schiff.“ Nach einer vorübergehenden Erholung im Herbst 2021 marschiert der Stauindex im Kiel Trade Indicator wieder auf den Höchstwert von knapp 14 % aus dem vergangenen Sommer zu.

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