Anwendungserprobungen abgeschlossen 04. Dez 2019 Von Peter Kellerhoff

Mobilität: Bio-Hybrid ist platzsparend, schnell und leise

Das Bio-Hybrid-Mobil von Schaeffler kann eine smarte Lösung für Kurierfahrer, Cateringfirmen und Securitydienste sein.

Bio-Hybrid Prototypen bei Testfahrten – hier in der Passenger-Version. Auf der Rückbank ist Platz für zwei Kindersitze.
Foto: Schaeffler Bio-Hybrid GmbH

Seit Oktober fahren die vierrädrigen Pedelecs der Schaeffler Bio-Hybrid GmbH bei Anwendungserprobungen auf Deutschlands Fahrradwegen und Straßen. Die Prototypen sollen über alle Funktionalitäten der Ende 2020 in Serie gehenden Fahrzeuge verfügen. Bei den Testfahrten lag der Fokus darauf, aufzuzeigen, welche unterschiedlichen Use Cases mit der Passenger- und der Cargo-Variante des Bio-Hybrid in der City und auf Campus-Arealen denkbar sind und welche Vorteile das neue Mobilitätskonzept bietet.

Die Passenger-Version hat Platz für zwei Kindersitze auf der Rückbank und besitzt hinten einen Koffer mit einer Rollo-Durchladefunktion. Als Cargo-Version ist eine Pick-up-Version erhältlich sowie eine mit Kofferaufbau mit bis zu 1500 l Stauraum. Angetrieben wird der Bio-Hybrid wahlweise per eigener Muskelkraft, bei dem in die Pedale getreten wird. Oder per Elektroantrieb. Ein 48-V-Antrieb liefert 250 W Nenndauerleistung, wobei 25 km/h möglich sind. Die zwei Lithium-Ionen-Akkus mit jeweils 1,2 kWh sind schwerpunktgünstig hinter dem Fahrer seitlich platziert und lassen sich austauschen. Das Gerät soll eine Reichweite von etwa 100 km haben.

Nachhaltige Mobilität

Mobilitätsexperten und Unternehmen arbeiten weltweit daran, Campusareale fit zu machen für eine saubere Zukunft. Dabei stehen smarte, effektive und vor allem nachhaltige Lösungen im Mittelpunkt. So befassten sich die Anwendungserprobungen bei Schaeffler auch mit dem Thema Campusmobilität. Über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter testeten den Bio-Hybrid Prototyp auf einem rund 40 ha großen Firmencampus in der Metropolregion Nürnberg. Die Testbereiche umfassten interne Logistik, Werkssicherheit, Cateringmanagement sowie verschiedene Materialtransporte. Zum Einsatz kamen die Passenger- und die Cargo-Variante. „Aufgrund der flexiblen Plattform sehen wir den Bio-Hybrid für zahlreiche Anwendungsbereiche auf unserem Campusgelände als flexiblen wie nachhaltigen Lösungsansatz“, so der Standortleiter des Unternehmens.

Am Stau vorbei

Ein sperriger Lieferwagen kommt nur schwer durch den dichten Verkehr in der Stadt und findet selten einen legalen Parkplatz. Mit dem Bio-Hybrid sollen Fahrer auf dem Radweg am Stau vorbeifahren und direkt vor der Tür halten können. Als Beispiel dient Christian Hollweck, Inhaber des Babyfachgeschäfts „Rasselfisch“ in München. „Mit dem Bio-Hybrid ist eine schnelle und kostengünstige Lieferung im Umkreis von zehn Kilometern ohne Weiteres denkbar“, sagt Hollweck. „Durch die geschlossene Box kommen auch sperrige Pakete wie Kindersitze oder Kinderwagen sicher bei den Kunden an.“ Die Ladefläche fasst zwei Thermoboxen, was das Mobil auch für Kurierdienste interessant macht.

Gerald Vollnhals, Geschäftsführer der Schaeffler Bio-Hybrid GmbH, zieht angesichts der ersten Tests mit den Prototypen ein positives Fazit: „Wir haben dokumentiert, dass der Bio-Hybrid in der Passenger- und vor allem in der Cargo-Variante vielfältig einsetzbar ist. Unser Ziel ist es, eine breite Käuferschicht anzusprechen.“

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