Luftfahrtrisiken nach Corona-Zwangspause 06. Jul 2021 Von har

Der eingerostete Pilot

Nach der Corona-Zwangspause steigen die Passagierzahlen wieder. Laut Allianz bringt diese Phase neue Gefahren mit sich.


Foto: 2018 TUI AG

Zwei Zahlen verdeutlichen, wie stark die Effekte der Covid-19-Pandemie auf die Luftfahrt gewesen sind. Erstens: Zu Hochzeiten der Pandemie waren gleichzeitig zwei Drittel der weltweiten Flugzeugflotte außer Betrieb gesetzt. Zweitens: Im April 2020 verzeichnete die Luftfahrtindustrie gerade einmal 10 % der Personenflugkilometer, verglichen mit dem Vorjahresmonat.

Nun stehen die Zeichen auf Erholung. Aber während immer mehr Jets aus ihren Parkboxen geholt werden, könnten auf Crews und Fluggäste neue Gefahren zukommen. Das geht aus einem Risikobericht des Industrieversicherers AGCS hervor, der zur Allianz gehört.

Automatismen verloren gegangen

Nach einer Zwangspause von mehreren Monaten, teils von mehr als einem Jahr kehren Pilotinnen und Piloten in die Cockpits zurück. Dabei häufen sich laut dem AGCS-Bericht kleinere Fehler. Zu Personenschäden sei es jedoch nicht gekommen.

Der Versicherer beruft sich auf Daten der US-Luftaufsichtsbehörde FAA, die ein System eingerichtet hat, dem Fehler anonym gemeldet werden können. Demnach hätten Dutzende Pilotinnen und Piloten das System genutzt. Die Liste der Fehler beinhaltet: beim Start vergessen, die Bremse zu lösen; Landung erst im dritten Anlauf; Enteisungssystem nicht angeschaltet. Als Grund gaben die Beteiligten an, ihnen seien Automatismen verloren gegangen, weil sie eingerostet seien.

Wespennest im Sensor

Auch bei der Technik und dem Fluggerät gibt es laut dem Bericht Probleme. Zum Beispiel seien Flugzeuge auch in der Parkbox extremem Wetter ausgesetzt. Bei einem Hagelschauer in Texas mit golfballgroßen Hagelkörnern habe es zum Beispiel Befürchtungen gegeben, die Flugzeuge seien beschädigt worden.

In anderen Fällen lieferten Geschwindigkeitssensoren falsche Daten, offenbar weil Insekten ihre Nester darin gebaut haben. Am Flughafen Heathrow wurden die Pilotinnen und Piloten angewiesen, die Sensoren beim Anrollen gründlich zu checken, nachdem im Juni 2021 an drei Tagen dreimal ein Insektenbefall festgestellt worden war.

Wütende Fluggäste

Laut dem AGCS-Bericht verhalten sich zudem die Fluggäste aggressiver als vor der Pandemie. In normalen Jahren komme es in den USA zu höchstens 150 Zwischenfällen an Bord. Bis Juni 2021 lag die Zahl schon bei 3000. Allein 2300 dieser Fälle gehen auf das Konto von Fluggästen, die die Maskenpflicht ignorierten.

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