Verkehrsstudie 09. Mrz 2020 Von André Weikard

Die Stau-Metropolen Deutschlands

Die Verkehrssituation in deutschen Städten hat sich im vergangenen Jahr kaum verbessert – deutsche Autofahrer verbringen im bundesweiten Durchschnitt mehr als 46 Stunden im Stau. In diesen Städten tritt der Verkehrsinfarkt besonders häufig ein.


Foto: panthermedia.net/ambrozinio

Am mühsamsten kommen Autofahrer in München voran – sie verloren im vergangenen Jahr insgesamt 87 Stunden in Staus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin mit 66 und Düsseldorf mit 50 Staustunden. Das ergab eine Untersuchung des Verkehrsinformationsanbieters Inrix. Auch finanziell wirkt sich der stark stockende Verkehr auf unsere Städte aus. Allein in München fielen 2019 durch den Zeitverlust Kosten in Höhe von 774 € pro Autofahrer an, das entspricht bis zu 405 Mio. € im Jahr. In Berlin belief sich die Summe auf 587 € pro Autofahrer, in Düsseldorf waren es immer noch 445 €. In den untersuchten Städten in Deutschland sind im vergangenen Jahr so Staukosten in Höhe von 2,8 Mrd. € entstanden.

Radfahren lohnt am meisten in München und Berlin

Erstmals errechnet die Studie auch, inwieweit es sich für Autofahrer auf den entsprechenden Strecken lohnt, das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als Autoersatz zu nutzen. Am geringsten ist der Zeitverlust mit dem Fahrrad in München und Berlin, hier benötigen Radfahrer auf den untersuchten Strecken im Tagesdurchschnitt nur höchstens 50 % Fahrtzeit mehr als Autofahrer. Fährt man mit dem Auto also circa 40 min zu seinem Ziel, benötigt ein Radfahrer weniger als 20 min länger dorthin.

In den meisten anderen Städten sind Autofahrer zwar noch immer deutlich schneller als Radfahrer, doch fällt auch hier der Zeitverlust mit 50 % bis 100 % mehr Fahrzeit noch nicht überaus hoch aus. Insgesamt schneiden Bus und Bahn als Alternative für Pendler auf den von Autofahrern viel befahrenen Strecken im Vergleich zum Fahrrad aber deutlich schlechter ab – in sieben der Top-10-Städte benötigt man mehr als doppelt so viel Fahrzeit.

Deutschlands staureichste Straßen

Klarer Spitzenreiter bei Deutschlands staureichsten Straßen ist Berlin – gleich drei Berliner Straßen führen die Rangliste der schlimmsten Verkehrsbrennpunkte 2019 an. Autofahrer, die regelmäßig auf der Strecke von der „Seeburger Chaussee“ bis zu „Hofjägerallee“ über die Bundesstraße 2 fahren, verspäten sich täglich bis zu 9 min, das sind bis zu 36 Stunden im Jahr. Auch auf der Bundesstraße 96 und der Bundesautobahn 100 ist täglich mit vielen Minuten Extrazeit zu rechnen. München und Hamburg sind ebenfalls mit je drei bzw. zwei stark befahrenen Straßenabschnitten im Ranking der zehn staureichsten Autostraßen vertreten, auf der B2 in München oder der „Luruper Straße“ in Hamburg verbringen Autofahrer jährlich bis zu 24 zusätzliche Stunden im Stau.

In Bogotá, Rio de Janeiro und Rom ist die Verkehrssituation noch schlimmer

Im internationalen Vergleich ist die kolumbianische Hauptstadt Bogotá die staureichste Stadt – hier steht jeder Autofahrer insgesamt 191 Stunden pro Jahr im Stau. Auf den folgenden Plätzen liegen Rio de Janeiro, Rom und Paris, wo ebenfalls sieben bis acht Tage Zeitverlust für jeden Autofahrer im Jahr anfallen. Deutschlands Stau-Hauptstadt München landet im weltweiten Vergleich nur auf Platz 47.

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