Rechtssetzung weckt Hoffnungen 04. Mrz 2021 Von Regine Bönsch und Peter Kellerhoff

Freie Fahrt für autonome Fahrzeuge

Die deutsche Rechtssetzung beim autonomen Fahren weckt Hoffnungen in der Industrie. Die Gesetze könnten international zur Blaupause werden.

Foto [M]: PantherMedia / Andriy Popov / VDIn

Andreas Scheuer hatte in den letzten Wochen wenig Grund zur Freude, doch eines lässt den Bundesverkehrsminister zurzeit strahlen: der neue Gesetzentwurf zum autonomen Fahren. Dieser bestimmt die Rahmenbedingungen für das vollautomatisierte Fahren. „Mit unserem neuen Gesetz geben wir international den Takt vor: Als erstes Land weltweit holen wir selbststeuernde Fahrzeuge aus den Forschungslaboren auf die Straße – und zwar im Regelbetrieb.“ Das erklärte Scheuer gegenüber den VDI nachrichten.

Damit kann Deutschland eine Blaupause für andere Staaten in Europa und weltweit schaffen. Wichtig sei nun, so Continental-Manager Frank Petznick, eine zügige Verabschiedung in Bundesrat und Bundestag. Nur dann könne Deutschland wirklich eine internationale Führungsrolle bei autonomen Fahrzeugen erreichen und die Inno­vationskraft der hiesigen Automobil­industrie unter Beweis stellen.

Weg zum vollautomatisierten Fahren ist wie Zehnkampf

Dass der Weg hin zum vollautomatisierten Fahren kein Spaziergang ist, betont Bosch-Manager Stephan Hönle: „Es ist wie ein Zehnkampf: Nur wer alle Disziplinen gleich gut beherrscht, kann hier erfolgreich sein.“ Das sagte er in einer Umfrage der VDI nachrichten unter Automobilbauern, -zulieferern und Forschenden. Hönle sieht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern hervorragend aufgestellt: „Wir haben eine exzellente Forschungslandschaft, wir müssen die Ergebnisse nur schnell in die Fertigung bringen.“

Doch es gibt für den Gesetzgeber noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen, bevor der Gesetzentwurf die Hürden Bundestag und Bundesrat passieren kann: Die Haftung ist ungeklärt. Noch ist offen, wer die Daten zu Gesicht bekommt und welche tatsächlich nur anonymisiert erhoben werden. Je höher das Automatisierungslevel, desto mehr künstliche Intelligenz (KI) kommt zum Einsatz. Doch wer kontrolliert die KI in Automobilen?

Den Fokus „Autonomes Fahren“ lesen Sie im aktuellen E-Paper der VDI nachrichten mit diesen Themen:

Bitte übernehmen!

Verkehr: Die deutsche Automobilbranche will sich mit der Konkurrenz aus USA und China beim autonomen Fahren messen. Sie ist überzeugt, dass ihre Herangehensweise mit Fokus auf Sicherheit die richtige Strategie ist.

„Die Zeit ist reif“

Politik: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist davon überzeugt, dass sein Gesetzentwurf das autonome Fahren erlebbar macht und die Zukunft vieler Autobauer und Zulieferer sichern wird.

„Sicherheit im Mittelpunkt“

Technologie: Die Redaktion hat Branchenvertreter gefragt, wie weit sie technologisch in Sachen autonomes Fahren sind und woran es noch hapert. Und: Wie realistisch ist die Vision des Bundesverkehrsministers, dass Deutschland in dieser Technologie weltweit die Nummer eins wird?

Stellenangebote

HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Professur für das Lehrgebiet "Instrumentelle Analytik und Downstream Processing"

Hamburg
Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

Wissenschaftlicher Referent (m/w/d) in dem Fachgebiet FA 4 "Planfeststellung und Genehmigung von Endlagern"

Berlin
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) für das Lehrgebiet: Bauphysik / Baukonstruktion

Deggendorf
HOCHSCHULE LANDSHUT Hochschule für angewandte Wissenschaften

W2-Professur (m/w/d) für das Lehrgebiet "Massivbau"

Landshut
Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Diplom-Ingenieurinnen/Diplom-Ingenieure (FH/DH) bzw. Bachelor (w/m/d) der Fachrichtung Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung

verschiedene Standorte in Baden-Württemberg
VDI Fachmedien GmbH & Co. KG Unternehmen für Fachinformationen

Chefredakteur (m/w/d) für die Redaktion Bauingenieur

Düsseldorf
DI - Die Ingenieure GmbH

Berechnungsingenieur (m/w/d) FEM

Ulm
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

Professur (W2) "Umwelttechnik und Ressourcenmanagement"

Düsseldorf
Private Hochschule für Wirtschaft und Technik gGmbH

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (w/m/d) oder Entwicklungsingenieur:in (w/m/d)

Diepholz
Honda R&D Europe (Deutschland) GmbH

Entwicklungsingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Elektronik

Ingelheim
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Top 10 aus der Kategorie Mobilität