ZEW-Studie zu Corona-Folgen 03. Feb 2022 Von Stefan Asche

Pandemie bremst Innovationsprojekte aus

Einschlägige Ausgaben deutscher Unternehmen sind laut aktueller Forschung im vergangenen Jahr um 3,6 % auf 170,5 Mrd. € gesunken.

Corona bremst Investitionen aus - vor allem im Maschinen- und Anlagenbau. PantherMedia / tbtb

Die Innovationsausgaben in Deutschland sind 2021 um 3,6 % auf 170,5 Mrd. € gesunken. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilt, haben 12 % der Unternehmen aufgrund der Pandemie gänzlich auf die Durchführung von Innovationsaktivitäten verzichtet.

„Innovationsstandort ausgebremst“

Laut der neuen ZEW-Zahlen haben lediglich 11 % der Unternehmen aufgrund der Pandemie in zusätzliche Produktinnovationen investiert, 12 % haben zusätzliche Prozessinnovationen vorangetrieben. „Der Innovationsstandort Deutschland wurde durch Corona in vielen Bereichen ausgebremst. Viele Unternehmen konnten ihre Innovationsvorhaben nicht in geplantem Umfang umsetzen, sie wurden verschoben oder zeitlich gestreckt“, so ZEW-Präsident Achim Wambach.

Stark betroffen: Maschinen- und Anlagenbau

Besonders stark gingen die investiven Ausgaben für neue oder verbesserte Maschinen und Anlagen zurück, sie wurden um 10 % gekürzt, heißt es. Der Rückgang der Innovationsausgaben betraf in erster Linie die Großunternehmen. Die Planzahlen zeigen der Studie nach jedoch, dass der Rückgang bald wettgemacht werden dürfte. 2022 könnten die Ausgaben um 1,2 % auf 176,1 Mrd. € steigen.

Kleine Unternehmen verlieren später

KMUs haben im ersten Pandemiejahr ihre Innovationsausgaben in Summe stabil gehalten. Allerdings planen sie – im Gegensatz zu Großunternehmen – mit einem sinkenden Innovationsbudget. Für das Jahr 2022 wird ein Rückgang von 8 % prognostiziert. „Im Mittelstand und kleinen Unternehmen wird im dritten Pandemiejahr das Geld für weitere Innovationsanstrengungen knapp. Es steht zu befürchten, dass die wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie das innovative Rückgrat der deutschen Wirtschaft länger einschränken“, sagt Wambach.

Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz, die sogenannte Innovationsintensität, blieb 2020 mit 3,3 % auf dem Vorjahresniveau. Dies bedeutet, dass die Innovationsausgaben im selben Ausmaß verringert wurden, wie die Umsätze zurückgingen. Aber es gab auch Innovationsanstöße: Fast ein Drittel der Unternehmen hat digitale Produkt- und Dienstleistungsangebote ausgeweitet, jedes zweite Unternehmen hat interne Abläufe stärker digitalisiert.

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